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Schweizer FußballNeonazi-Verbindungen von Zürich nach Chemnitz

Sie sehen Hooligans auf dem Platz. Viele sind vermummt. (imago images / Geisser)
Hooligans des Grasshopper Clubs Zürich auf dem Platz. (imago images / Geisser)

Der Grasshopper Club Zürich hat offenbar ein Problem durch Neonazis in der eigenen Fankurve, die auch Kontakt nach Deutschland haben.

Wie die "Neue Zürcher Zeitung" berichtet, gilt ein szenebekannter Neonazi als Rädelsführer jener Hooligans, die kürzlich einen Spielabbruch in Luzern erzwangen. Laut Antifa Bern ist er Mitglied von Blood & Honour, dem Patriotischen Ostflügel und den Schweizer Hammerskins - allesamt rechte Gruppierungen. Des Weiteren gibt es Verbindungen zwischen den Anhängern von GC Zürich und dem Chemnitzer FC. Die "NZZ" beruft sich auf Facebook-Beiträge, die Treffen zwischen GC-Fans und der inzwischen offenbar aufgelösten Chemnitzer Gruppierung N.S.-Boys dokumentieren. Zudem gedachte die Fankurve in Zürich des kürzlich verstorbenen deutschen Neonazis Thomas Haller. In Chemnitz hatte sich ein großer Teil der Stadionbesucher an der Ehrung beteiligt und damit in Deutschland Entsetzen ausgelöst.

Nach Einschätzung der "NZZ" kann man noch nicht von einer Unterwanderung der GC-Kurve durch Neonazis sprechen. Allerdings müsse sich der Verein den Vorwurf gefallen lassen, zu wenig gegen eine Vereinnahmung durch Neonazis unternommen zu haben. Auf die Frage, ob der Verein ein Rechtsextremismus-Problem habe, antworte Klubpräsident Stephan Rietiker: "Das wäre schlecht, wenn dies so wäre. Das muss ich erst abklären."