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SchwindelgefühleTöne können das Gleichgewichtsorgan irritieren

Eine Frau hält den Kopf in den Händen. (imago / Science Photo Library)
Eine Frau hält den Kopf in den Händen. (imago / Science Photo Library)

US-Forscher haben die anatomischen Ursachen gefunden, warum manchen Menschen schwindlig wird, wenn sie bestimmte Töne oder Klänge hören.

Betroffene Patienten weisen im Knochengerüst, welches das Innenohr mit dem darin befindlichen Gleichgewichtsorgan umgibt, Schwachstellen oder sogar kleine Löcher auf. Durch diese sogenannte Bogengangs-Dehiszenz ist das Innenohr weniger vor bestimmten Schalleinwirkungen geschützt. Als Folge können manche druckvollen Töne die Flüssigkeit in den sogenannten Bogengängen des Innenohres in Schwingungen versetzen. Das Gleichgewichtsorgan sendet dann falsche Bewegungssignale ans Hirn, was zu den Schwindelgefühlen führt. Die Erkenntnisse basieren auf Experimenten mit Krötenfischen, deren Gleichgewichtsorgane im Innenohr den menschlichen sehr ähnlich sind.

Die Studie ist im Fachmagazin Scientific Reports erschienen.

Diese Nachricht wurde am 14.07.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.