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SeehoferBundesinnenminister weist Rücktrittsforderungen zurück

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU)  (dpa-Bildfunk / Bernd von Jutrczenka)
Bundesinnenminister Horst Seehofer, CSU (dpa-Bildfunk / Bernd von Jutrczenka)

Bundesinnenminister Seehofer hat Rücktrittsforderungen im Zusammenhang mit der Selbsttötung eines abgeschobenen afghanischen Asylbewerbers zurückgewiesen.

Er verstehe diese Forderung nicht. Der Bund sei für die Auswahl der abzuschiebenden Flüchtlinge nicht zuständig, sagte der CSU-Vorsitzende vor Journalisten in Innsbruck. Warum ausgerechnet dieser Mann ausgewählt worden sei, müssten die Behörden in Hamburg sagen. Natürlich sei der Vorgang zutiefst bedauerlich, meinte Seehofer. - Der 23-jährige Afghane war vor einer Woche als verurteilter Straftäter nach Kabul abgeschoben worden. Nach Angaben der Hilfsorganisation Pro Asyl hatte er acht Jahre lang in Deutschland gelebt.

Politiker von Grünen, FDP und Linken forderten den Rücktritt Seehofers, auch mit Blick auf seine Äußerung, dass ausgerechnet an seinem 69. Geburtstag 69 Personen nach Afghanistan zurückgeführt worden seien. Das sei von ihm nicht so bestellt gewesen, hatte Seehofer gesagt.

Diese Nachricht wurde am 12.07.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.