Montag, 26. September 2022

UNO-Generalversammlung
Selenskyj fordert Bestrafung Russlands

Der ukrainische Präsident Selenskyj hat die Weltgemeinschaft aufgerufen, Russland wegen des Angriffskriegs gegen sein Land zur Rechenschaft zu ziehen. Er sagte in einer Videobotschaft an die UNO-Vollversammlung in New York, der Aggressor müsse bestraft und isoliert werden für das Morden, die Folter, die Erniedrigungen und die desaströsen Turbulenzen, in die er die Ukraine gestürzt habe.

22.09.2022

    Blick auf das Präsidium der Vollversammlung vor der goldenen Wand. Rechts und links daneben sieht man Selenskyj auf zwei Videowänden; er spricht gerade.
    Die Videobotschaft Wolodymyr Selenskyjs vor der UNO-Vollversammlung. (IMAGO / ZUMA Wire /Mark J. Sullivan)
    Konkret schlug Selenskyj die Einrichtung eines Sondertribunals sowie den Entzug des russischen Veto-Rechts im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen vor. In anderen internationalen Organisationen sollte Russland kein Stimmrecht mehr bekommen. Der ukrainische Präsident verlangte auch weitere Visa-Restriktionen für russische Bürger. Den Westen bat er zudem um weitere Waffen und finanzielle Hilfen.
    Selenskyj erhielt nach seiner Rede stehenden Applaus von den meisten Vertretern der 193 Mitgliedsstaaten. Er hatte für die Videobotschaft eine Ausnahmegenehmigung bekommen.

    Weiterführende Informationen

    In unserem Newsblog zum Krieg in der Ukraine und seinen Auswirkungen finden Sie einen Überblick über die jüngsten Entwicklungen, den wir laufend aktualisieren.
    Diese Nachricht wurde am 22.09.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.