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Sendung zu LandtagswahlZDF-Fernsehrat wirft Journalisten einen zu unkritischen Umgang mit der AfD vor

Logo des ZDF auf einer Glasfront (imago stock&people)
Jetzt hat sich auch der ZDF-Presserat in die Debatte um die Wahlberichterstattung eingeschaltet. (imago stock&people)

Der ZDF-Fernsehrat hat die Kritik an der Berichterstattung des Senders zu den jüngsten Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg aufgegriffen.

Mehrere Mitglieder des Aufsichtsgremiums warfen den Verantwortlichen insbesondere eine zu zurückhaltende Berichterstattung über die AfD vor. Daraufhin erklärte ZDF-Chefredakteur Frey, der Sender sei sich bewusst, dass der "extremistische Flügel" innerhalb der AfD an Einfluss gewinne. In der Öffentlichkeit zeige die Partei zugleich eine "nettere Oberfläche", was die Interviewführung schwierig mache. Die Positionen der Partei zu hinterfragen, sei darüber hinaus nicht nur eine Aufgabe für Medienvertreter.

Bellut: Rassismus soll nicht unkommentiert bleiben

ZDF-Intendant Bellut verteidigte die Wahlberichterstattung ebenfalls. Wahlsendungen seien "per se nicht besonders geeignet, um Populisten zu stellen". Man sei zwar verpflichtet, die Politiker der AfD zu interviewen. Dennoch wolle man Rassismus und Antisemitismus nicht unkommentiert lassen.

In der Debatte hatte unter anderem der frühere Bundesverteidigungsminister Jung (CDU) bemängelt, Journalisten würden sich oft nicht gründlich auf Gespräche mit AfD-Vertretern vorbereiten. Umweltverbände kritisierten zudem, das ZDF habe bislang kaum thematisiert, dass die AfD als einzige politische Kraft den menschengemachten Klimawandel leugne - obwohl der Klimaschutz derzeit das wichtigste Thema für die Deutschen sei.