Dienstag, 22.10.2019
 
Seit 08:10 Uhr Interview
StartseiteSport am WochenendeOlympiasiegerin Solo beschuldigt Ex-FIFA-Präsident Blatter11.11.2017

Sexuelle BelästigungOlympiasiegerin Solo beschuldigt Ex-FIFA-Präsident Blatter

Einen Vorwurf der sexuellen Belästigung gibt es jetzt auch gegen den ehemaligen FIFA-Präsidenten Sepp Blatter. Der Vorfall habe sich bei der Gala zum Weltfußballer 2013 zugetragen, berichtet die US-Torhüterin Hope Solo. Derartiges habe sie häufiger in ihrer Karriere erlebt.

Von Matthias Friebe

Die Torhüterin der amerikanischen Fußball-Nationalmannschaft, Hope Solo, beim Viertelfinal-Spiel gegen Schweden bei den Olympischen Spielen in Brasilia. Die USA verloren im Elfmeterschießen. (imago sportfotodienst)
US-Torhüterin Hope Solo (imago sportfotodienst)
Mehr zum Thema

#MeToo Vergewaltigungsvorwürfe gegen Jordaan

Studie der Sporthochschule Köln Demütigungen im Sport offenbar weit verbreitet

#metoo: Missbrauch im US-Sport Goldmedaillen und Geld waren wichtiger

Sexualisierte Gewalt Turnerin bezichtigt Teamarzt des Missbrauchs

Belästigungsvorwürfe gegen den ehemaligen FIFA-Präsidenten Sepp Blatter.

"I had Sepp Blatter grab my ass."

"Sorry?"

"You know Sepp Blatter?"

"Of course." 

"OK. I had Sepp Blatter grab my ass"

Der Vorfall soll sich bei der Gala zum Weltfußballers 2013 zugetragen haben. "Batter hat meinen Po begrapscht", beschuldigt ihn US-Torhüterin Hope Solo.

Die zweimalige Olympiasiegerin berichtet in der portugiesischen Wochenzeitung "Expresso", sie sei geschockt gewesen, habe sich dann aber zusammenreißen müssen, weil sie unmittelbar danach die Bühne betreten musste. Ein Vorfall wie dieser sei außerdem keine Ausnahme im Frauenfußball. In ihrer ganzen Karriere habe sie so etwas erlebt, berichtet die 36-Jährige weiter. Belästigungen passierten nicht nur in Hollywood.

Blatter weist Anschuldigungen zurück

Der beschuldigte Ex-FIFA-Präsident Blatter wies alle Anschuldigungen zurück. Sein Sprecher Thomas Renggli sagte, die Vorwürfe seien lächerlich. Für die Zukunft hofft Hope Solo, dass noch mehr Sportlerinnen öffentlich über ihre Erfahrungen Auskunft gäben. Eigentlich sei es ihre Art, die Leute direkt zu konfrontieren. Sie habe Blatter allerdings nach der Preisverleihung nie wiedergesehen.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk