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Sexuelle GewaltTurn-Präsident Hölzl will "Kultur des Hinsehens"

Das Bild zeigt Alfons Hoelzl, den Präsidenten des Deutscher Turner-Bunds. Er sitzt auf einem Podium in einem Sessel vor einem blauen Hintergrund. (imago stock&people / Koch Eibner)
Alfons Hoelzl, Präsident des Deutscher Turner-Bunds (imago stock&people / Koch Eibner)

Nach den gravierenden Missbrauchsfällen im US-Turnsport fordert der DTB-Präsident Hölzl mehr Sensibilität für das Thema auch in Deutschland.

Hölzl schreibt in der Verbandszeitung "Turn-Magazin", er appelliere an alle Verantwortlichen auf Vereins- und Verbandsebene, aufmerksam zu sein für die unterschiedlichsten Formen von sexualisierter Diskriminierung und Gewalt im Sport. Der Deutsche Turner-Bund habe bereits eine Vielzahl von Maßnahmen und Aktionen zur Prävention sexualisierter Gewalt ins Leben gerufen und umgesetzt. Künftig solle ein Präventionskonzept folgen. Das Bundesinnenministerium will künftig die Abgabe einer Eigenerklärung verlangen, wenn sich Sportverbände um Förderungen bewerben.

In den USA war der ehemalige Verbandsarzt Nassar für den Missbrauch teils minderjähriger Opfer bis zu 175 Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte sich schuldig bekannt, mehrere Mädchen sexuell misshandelt zu haben. Insgesamt waren Anzeigen hunderter Turnerinnen und ihrer Eltern gegen ihn eingegangen. Auch Trainer anderer olympischer Sportarten werden sexuelle Übergriffe vorgeworfen.