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Sexuelle IdentitätGrüne wollen besseren Schutz

Das Logo von Bündnis 90 / Die Grünen (dpa-Bildfunk / Stefan Sauer)
Das Logo von Bündnis 90 / Die Grünen (dpa-Bildfunk / Stefan Sauer)

Die Bündnis-Grünen wollen einen besseren Schutz von Schwulen und Lesben sowie Bi-, Trans- und Intersexuellen (LSBTI) durchsetzen.

Die Bundestagsfraktion plant nach eigenen Angaben mehrere Maßnahmen, um "sexuelle und geschlechtliche Vielfalt" zu garantieren. Sie hat dazu einen Antrag verabschiedet, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Die Grünen fordern darin ein von Bund-Länder-Programm gegen LSBTI-feindliche Gewalt. "Geschlechtszuweisende" Operationen ohne medizinische Notwendigkeit und Zustimmung der Betroffenen sollen ebenso verboten werden wie sogenannte Konversionstherapien. Das sind Behandlungen mit dem Ziel, Homsexualität zu "heilen". Erwähnung findet auch eine Forderung des Lesben- und Schwulenverbandes, den Schutz der sexuellen Identität in Artikel drei des Grundgesetzes aufzunehmen.

Der Sprecher der Grünen-Fraktion für Queer-Politik, Lehmann, erklärte, Diskriminierung bleibe für Lesben und Schwule im Alltag ein großes Problem. Vor allem im jugendlichen Alter litten sie unter Beschimpfungen. Die Suizidrate und das Risiko von Wohnungslosigkeit seien höher als bei Heterosexuellen im gleichen Alter.