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SicherheitspolitikNato beginnt Planungen für "Welt ohne den INF-Vertrag"

Ein russischer Offizier geht an einem neuen Marschflugkörper vom Typ 9M729 entlang. (dpa / AP / Pavel Golovkin )
Wird vom Westen als Verstoß gegen den INF-Vertrag betrachtet: Russlands neuer Marschflugkörper vom Typ 9M729 (dpa / AP / Pavel Golovkin )

Die Nato beginnt mit Vorbereitungen auf ein Auslaufen des INF-Abrüstungsvertrags.

Die Verteidigungsminister der Allianz würden ab morgen über Schritte für eine "Welt mit mehr russischen Raketen" beraten, sagte Generalsekretär Stoltenberg in Brüssel. Zugleich bekräftigte er, das Bündnis habe nicht die Absicht, neue Atomraketen in Europa zu stationieren. Zunächst die USA und anschließend auch Russland waren Anfang Februar aus dem INF-Vertrag ausgestiegen. Beide Seiten werfen sich gegenseitig Verstöße gegen die Vereinbarung vor. Gelingt nicht doch noch eine Einigung auf einen Erhalt, liefe das Abkommen nach einer Frist von sechs Monaten Anfang August automatisch aus.

Das Abkommen verbietet landgestützte Raketen und Marschflugkörper mit einer Reichweite zwischen 500 und 5.500 Kilometern, die Atomsprengköpfe tragen können.