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SicherheitspolitikUSA stationieren 500 weitere Soldaten in Deutschland

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und ihr US-Kollege Lloyd Austin gehen nebeneinander her. Sie tragen beide Masken. (Archivbild) (dpa/Kay Nietfeld)
Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und ihr US-Kollege Lloyd Austin. (Archivbild) (dpa/Kay Nietfeld)

Die USA stocken ihre Truppen in Deutschland um weitere 500 Soldaten auf.

Das kündigte US-Verteidigungsminister Austin nach einem Treffen mit seiner Kollegin Kramp-Karrenbauer in Berlin an. Die Soldaten sollen im Raum Wiesbaden stationiert werden und unter anderem die Cyber-Abwehr unterstützen. Austin betonte, die Verlegung zusätzlicher Kräfte nach Deutschland sei vor allem eine Botschaft an die NATO. Man unterstütze das Verteidigungsbündnis in vollem Umfang. Der frühere US-Präsident Trump hatte den Abzug von 12.000 der rund 35.000 US-Soldaten in Deutschland angekündigt und dies mit den zu geringen deutschen Militärausgaben begründet. Kramp-Karrenbauer sagte, dass die USA von ihren Abzugsplänen Abstand genommen hätten, sei eine wunderbare Nachricht. Thema der Unterredung war auch das deutsch-russische Gaspipeline-Projekt Nord Stream 2, dem die USA kritisch gegenüberstehen. Austin betonte, dieses Thema solle die guten Beziehungen zwischen Deutschland und den USA nicht belasten. Kramp-Karrenbauer meinte, wieviel Gas durch die Pipeline später durchgeleitet werde, müsse auch von dem Verhalten Russlands abhängig gemacht werden.

Diese Nachricht wurde am 13.04.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.