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Sicherheitsvorkehrungen für SilvesterDie Metropolen setzen auf Abschreckung

Ein Soldat auf dem Vorplatz vor dem Louvre. (picture alliance / Yoan Valat/EPA / dpa)
In Frankreich sind zu Silvester mehr als 96.000 Polizisten und Soldaten im Einsatz. (picture alliance / Yoan Valat/EPA / dpa)

Großstädte weltweit bereiten sich auf die Silvesterfeiern vor. Vielen gemeinsam ist: Das Thema Sicherheit wird noch größer geschrieben als ohnehin schon in den vergangenen Jahren.

Bruno Le Roux und Jean-Yves Le Drian, Frankreichs Innen- und Verteidigungsminister, gemeinsam unterwegs. Begleitet von Soldaten, auf Sicherheitsmission auf dem Vorplatz vor dem Louvre. Die Botschaft, der Nachricht, die die Pariser Polizei gut 30 Stunden vor dem Jahreswechsel twittert, ist eindeutig: Wir tun alles, um für Eure Sicherheit zu sorgen!

Zum Schutz der Silvesterfeiern seien in ganz Frankreich insgesamt mehr als 96.000 Polizisten und Soldaten im Einsatz, gab Le Roux zuvor zu Protokoll. 7.000 seien es alleine in Paris und Umgebung.

Besonders strenge Vorkehrungen gibt es rund um den Prachtboulevard Champs-Élysées, wo zum Jahreswechsel mehr als 600.000 Besucher erwartet werden. Betonklötze, Einsatz-Fahrzeuge und Barrieren sollen dort als Hindernisse die Zufahrten versperren.

Für die besondere Wachsamkeit bedurfte es in Frankreich nicht des Lkw-Anschlags von Berlin. Das Land war in den vergangenen zwei Jahren Ziel mehrerer islamistischer Attentate, seit der Pariser Terrornacht vom 13. November 2015 gilt der Ausnahmezustand.

Videoüberwachung in Berlin und Köln 

Und auch Deutschland erlebt eine Art Ausnahmezustand, keine zwei Wochen nach dem Terror von Berlin: Wie in Paris werden in der deutschen Hauptstadt die Feier-Meilen den Behörden zufolge mit gepanzerten Fahrzeugen und Betonklötzen gesichert, tragen Polizisten Maschinengewehre, sind zusätzliche Beamte im Dienst.

In Köln waren die Silvesterfeierlichkeiten das gesamte Jahr Thema. Lange vor allem in der Rückschau auf die sexuellen Übergriffe in der Nacht auf den 1. Januar 2016, zuletzt im Hinblick darauf, eine derartige Eskalation zu vermeiden. Monatelang wurde an einem Sicherheitskonzept gefeilt, und das am Ende gleich mehrfach vorgestellt. Zentrale Maßnahmen in der Rhein- wie in der Spreemetropole: Mehr Beamte, mehr Videoüberwachung.

Abschreckung in New York

Und auch andere Metropolen rüsten auf: In Mailand, wo ein Polizist den Berlin-Attentäter erschoss, werden die Sicherheitschecks auf den wichtigsten öffentlichen Plätzen verstärkt. Aus den Stadtzentren von Rom und Neapel wurden Lastwagen verbannt. In Madrid sollen 1.600 zusätzliche Polizisten zum Einsatz kommen, die Zahl der Besucher für den beliebten Platz Puerta del Sol im Zentrum wird begrenzt. In Brüssel, wo im März 16 Menschen von Terroristen getötet und 150 weitere verletzt wurden, wurde zeitweilig gar eine Absage des Feuerwerks erwogen.

In New York, wo um Mitternacht rund eine Million Menschen am Times Square erwartet werden, setzt die Polizei ebenfalls auf sichtbare Abschreckung. In einem CBS-Interview, das NYPD auf Twitter gepostet hat, erklärt der Chef der Behörde, James Waters, die Vorkehrungen: Beamte mit Langwaffen sowie Hubschrauber und Schiffe zur Überwachung.

Man wolle den "guten Menschen ein Gefühl des Vertrauens in die Polizei geben" und die "schlechten wissen lassen, das New York nicht der Ort sei, etwas zu versuchen".

(bor/tzi)

 

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