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StartseiteKonzertdokument der WocheTod und Vergehen11.02.2018

Silvestrov und BerioTod und Vergehen

Mit "Requiem für Larissa" schuf sich Valentin Silvestrov musikalisch Trost, um den Tod seiner Frau zu verarbeiten. Auch Luciano Berio thematisiert das Vergängliche mit seinem Orchesterstück "Rendering". Er benutzt Fragmente von Franz Schubert und konfrontiert sie mit seiner eigenen Musiksprache.

Am Mikrofon: Klaus Gehrke

Valentin Silvestrov  (Stefan Man)
Komponist Valentin Silvestrov (Stefan Man)

Nur wenige Wochen vor seinem Tod begann Schubert mit der Arbeit an einer neuen Sinfonie. Deren Fragmente bringt Berio in seinem Werk zum Klingen, gestaltet die durch den Tod entstandenen Lücken jedoch in seiner eigenen Klangsprache und erzeugt damit einen spannungsvollen Kontrast zu Schuberts Spätwerk.

Eine Totenmesse besonderer Art ist das "Requiem für Larissa" von Valentin Silvestrov. Mit ihr verarbeitete der Komponist seinen Schmerz über den Tod der geliebten Frau und fand damit gleichzeitig den Weg aus einer schweren Depression. Andrej Boreyko am Pult erweist sich als überzeugender Vermittler beider so verschiedener Trauermusik.

Luciano Berio
"Rendering" - Re-Komposition für Orchester nach Vorlagen und Motiven von Franz Schubert

Valentin Silvestrov
"Requiem für Larissa" für Chor und Orchester

RIAS Kammerchor Berlin
Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Leitung: Andrej Boreyko

Mitschnitt vom 4.2.2018 aus dem Konzerthaus Berlin

Diese Sendung können Sie nach Ausstrahlung 30 Tage lang anhören

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