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StartseiteVerbrauchertippDigitale Trainingshelfer24.06.2019

Smarte SportgeräteDigitale Trainingshelfer

Activity-Tracker, Smart-Watches, Fitness-Apps: smarte elektronische Geräte können Freizeitsportler motivieren und helfen, den Körper wieder in Schwung zu bringen. Ein Problem bleibt aber die Sicherheit sensibler Gesundheitsdaten, die beim Training aufgezeichnet werden.

Von Michael Voregger

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Sportlerin beim Training mit Activity-Trackern (imago stock&people / Andrey Popov / Panthermedia)
Digitaler Leistungsnachweis: Sportlerin mit Smart-Watch und Activity-Tracker (imago stock&people / Andrey Popov / Panthermedia)
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Die Studentin Emma hat ihre Armbanduhr am Handgelenk gegen einen Tracker ausgetauscht:

"Das ist ein Activity-Tracker, der über eine App meinem Handy mitteilt, wie viel ich mich am Tag bewege. Weil ich sehr viel Sport mache und meine genaue Anzahl haben wollte, wie viel Sport ich mache, wie viele Kalorien ich verbrenne, wie lange ich das mache und meinen Herzschlag auch."

Die klassische Jogging-App ist inzwischen ein wenig aus der Mode gekommen, weil die Smartphones immer größer werden. Für den Sport ist das unpraktisch, und viele Menschen haben keine Lust so große Geräte mit dabei zu haben. Ein Tracker verfügt über einfache Sensoren und verrät schon sehr viel über die täglichen Aktivitäten seines Besitzers.

"Es zeigt auch meine genaue Schlafzeit an. Wann ich eingeschlafen bin, wann ich aufgewacht bin. Tiefschlaf und Leichtschlaf. Vergleicht das dann mit anderen Benutzern. Ob man im oberen Bereich ist, gut geschlafen hat. Die Aktivitäten erkennt es auch. Wenn ich zum Beispiel im Bus sitze, dann zählt das keine Schritte mit."

Smartes Training macht Sport messbar

Mit smartem Training ist gemeint, dass der betriebene Sport messbar wird. Die Daten werden mit Hilfsmitteln erfasst, die am Körper getragen werden. Michael Link ist Redakteur bei der Computerzeitschrift "ct":

"Für den Sportanfänger ist auch erst mal interessant festzustellen, wie denn überhaupt der Status ist. Wieviel Schritte lege ich zurück, und wie ist über den Tag verteilt meine Pulsentwicklung? Schlafe ich eigentlich wirklich so lange, wie ich immer denke? Vielfach ist das nicht der Fall. Da ist ein solcher Fitnesstracker ein guter Startpunkt. Dann kann man auch weitermachen und mit solchen Bändern die üblichen Standardaktivitäten mittracken. Jogging, Radfahren, einige erlauben schon das Messen vom Schwimmen und Workouts, was man zum Beispiel im Fitnessstudio an den Geräten veranstaltet."

Sportschwimmerin im Meer mit Smart-Watch (imago stock&people)Smart-Watches messen Leistung auch beim Schwimmen (imago stock&people)

Eine Steigerung zum Fitnesstracking ist die Smartwatch. Damit funktioniert auch die Musikwiedergabe, und es lassen sich sogar Erfrischungsgetränke bezahlen. Außerdem sehen die smarten Uhren besser aus, die Ergebnisse lassen sich leichter ablesen, und es können zusätzliche Fitness-Apps installiert werden. Anders als bei reinen Tracker-Armbändern ist man somit nicht auf einen einzelnen Hersteller oder Plattformanbieter angewiesen.

Sensible Gesundheitsdaten

"Es ist immer auch so, dass diese Daten, die man da erhebt, sehr sensible Daten sind. Man muss dem Anbieter dieses Fitness-Trackers oder des Bandes sehr weit vertrauen, dass er damit kein Schindluder betreibt und die Daten eventuell an jemanden weitergibt, wo man das nicht so gern sieht. Da gehen die meisten Leute innerlich so einen kleinen Handel ein. Was bringt es mir, was nutzt es mir, was bringt mir die Erkenntnis, und was könnte es mir schaden, wenn die diese Daten weitergegeben werden oder in falsche Hände geraten?"

Sagt Fachjournalist Link. Mit den meisten Trackern lassen sich die üblichen Standardaktivitäten aufzeichnen. Wer mehr möchte kann dann zu einer Smartwach mit deutlich mehr Möglichkeiten greifen. Einen geeigneten Tracker bekommt man schon für unter 40 Euro. Für eine Smartwatch beginnen die Preise bei über 100 Euro und für ein Spitzenmodell müssen bis zu 500 Euro ausgegeben werden. Dafür können die Geräte dann auch telefonieren, SMS-Schreiben, navigieren und haben einen Sprachassistenten. Ein Schwachpunkt ist manchmal noch die Laufzeit des Akkus und hier sollte der Nutzer vor dem Kauf genau hinschauen.

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