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StartseiteVerbrauchertippSicherheits-Apps für Android07.01.2019

Smartphone-SchutzSicherheits-Apps für Android

Einkaufen im Internet, Onlinebanking, schlichtes Abrufen von E-Mails: heutzutage geschieht das oft mit dem Smartphone. Doch wie sicher ist das - in Zeiten steigender Cyberkriminalität? Entsprechende Sicherheitsprogramme auf dem heimischen Computer sind Standard, aber auch für Smartphones gibt es Sicherheits-Apps.

Von Dieter Nürnberger

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Ein Smartphone der Marke Huawei auf dem Mobile World Congress 2018 (dpa / picture alliance / Miquel Llop)
Smartphone-Schutz vor Schadsoftware und Phishing gibt es kostengünstig bis gratis (dpa / picture alliance / Miquel Llop)
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Wer ein Smartphone mit "Android"-Betriebssystem von "Google" hat, geht nicht ungeschützt online. Denn ein Schutzprogramm gehört hier zur vorinstallierten Standard-Ausstattung. Doch dieser Schutzschild hat  Lücken, sagt Michael Wolf, IT-Experte bei der Stiftung Warentest.

"Die eigentliche Schutzfunktion, die vor Schadsoftware oder Phishing-Betrugsseiten schützt, hat uns überhaupt nicht überzeugt. Was "Google" gut leistet, ist die Hilfe beim Verlust. Wenn das Handy also verloren gegangen ist oder geklaut wurde, dann kann man jedes "Android"-Handy auch ohne irgendwelche Zusatz-Software schon recht gut aus der Ferne orten und sperren. Diese ganzen Maßnahmen sind bei "Google" ganz gut gelöst. Dafür braucht man wirklich nicht zusätzliche Software."     

Smartphones sind aufgrund ihrer Systemarchitektur zwar nicht so anfällig für Hackerangriffe wie PC-Systeme, doch bleibt Vorsicht natürlich angebracht. Ob man zusätzliche Sicherheitssoftware benötigt, hängt auch vom eigenen Nutzungsverhalten ab, so die Stiftung Warentest. Denn anders als beim PC würden sich Viren auf Smartphones nicht von selbst verbreiten, die Nutzer würden sie meist aktiv und unwissend herunterladen. Daher sollten einige Sicherheitsregeln beachtet werden.   

"Dass man zusätzliche Apps wirklich nur aus dem "Google App Store" installiert. Es gibt bei "Android"-Handys auch die Möglichkeit, aus anderen Quellen Software zu installieren - und das ist eigentlich der Weg, auf den Schadsoftware überhaupt auf Handys gelangen kann. Ein anderer wichtiger Angriffspunkt ist das sogenannte Phishing: Webseiten können gefälscht sein und sie können verdammt echt aussehen. Man muss somit misstrauisch gegenüber E-Mails und Links in E-Mails sein. Man sollte sich nicht über Webseiten, auf die man über einen Link aus einer Mail gekommen ist, in wichtigen Diensten anmelden."

Kostengünstiger Schutz vor Schadsoftware und Phishing

Zusätzliche Schutzsoftware kann die Sicherheit aber erhöhen. Untersucht wurden 17 Sicherheits-Apps für "Android"-Modelle. Sie sind teilweise sogar kostenlos. Im Grunde sollen sie das Gleiche leisten wie der auf den Geräten vorinstallierte Schutzschild. Und einige konnten es besser, sagt Michael Wolf:

"Wir haben den Schutz vor Schadsoftware anhand von rund 2.000 schädlichen Apps geprüft: Diese mussten die Schutzprogramme im Speicher eines Handys finden. Oder spätestens dann finden müssen, wenn man versucht, diese Schadprogramme aktiv zu installieren. Die Ergebnisse sind sehr  unterschiedlich: Am schlechtesten hat "Cheetah" abgeschnitten. Dieses Programm hat nur 170 von insgesamt 2.000 schädlichen Apps gefunden. Etliche andere haben fast alle gefunden."

Auch bei der zweiten wichtigen Funktion, dem Schutz vor "Phishing", waren die Ergebnisse ähnlich. Rund die Hälfte der Sicherheits-Apps warnte gut vor betrügerischen Webseiten. Die Installation und auch die Nutzung der Sicherheits-Apps waren übrigens bei allen Produkten einfach. Warentester Michael Wolf: 

"Am besten abgeschnitten hat die kostenpflichtige Version der "Eset"-App. Die kostet 10 Euro im Jahr. Das ist die einzige App, die sowohl beim Schutz vor Schadsoftware und auch beim Schutz vor Phishing-Seiten sehr gut abgeschnitten hat. Guten Schutz gibt es aber auch schon kostenlos: Die Gratisversion von "AVG" hat immerhin bei beiden Schutzfunktionen gut abgeschnitten."

Weitere Empfehlungen betreffen die Sicherheits-Apps von "Kaspersky" oder beispielsweise auch "Avira", "Bitdefender" oder "Norton". Auch hier kostet eine Jahreslizenz zwischen 8 und 17 Euro. Fazit: Auch wenn es einen hundertprozentigen Schutz wohl nie geben wird, sind  diese recht geringen Ausgaben für ein Sicherheits-Plus beim Smartphone durchaus sinnvoll.           

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