Dienstag, 15.10.2019
 
Seit 15:05 Uhr Corso - Kunst & Pop
StartseiteVerbrauchertippÄrger mit der Akku-Laufzeit vermeiden 29.08.2019

Smartphones und Tablets Ärger mit der Akku-Laufzeit vermeiden

Smartphones und Tablets sind alltägliche Begleiter. Allerdings brauchen sie Strom, damit sie funktionieren. Da ist es ärgerlich, wenn die Laufzeit beständig abnimmt. Doch das bedeutet nicht, dass man den Akku gleich austauschen muss.

Von Michael Voregger

Hören Sie unsere Beiträge in der Dlf Audiothek
Akku-Ladeanzeige auf einem Smartphone Battery Charging on a Smartphone (imago stock&people)
Auf den Smartphones wird die Akku-Laufzeit angezeigt (imago stock&people)

Die Akkulaufzeit mobiler Geräte ist ein leidiges Thema. Ständig ist das Smartphone oder Tablet leer. Und immer dann, wenn es absolut nicht passt. Im Sommer am Strand - ohne eine Steckdose in Sicht. Da hilft nur ein ständig gut geladener Akku.

Kein Wunder, dass sich viele Gedanken um das korrekte Laden und Entladen ihres digitalen Begleiters machen. Die Studentin Klara Przygodda hat zusätzlich immer Energie für ihr Smartphone dabei.

"Ich benutze das ja im Zug zur Uni und auch zurück und in der Uni auch. Und ich muss das einmal mindestens an meine Powerbank anschließen und noch einmal voll aufladen."

Eine Powerbank ist eine mobile Batterie für unterwegs. Früher hieß es eher: Akkus immer voll aufladen und sich möglichst voll entleeren lassen bevor sie wieder an die Steckdose kamen. Die neue Generation von Lithium-Akkus funktioniert heute nach etwas anderen Regeln, erklärt Alex Spier. Er ist Redakteur bei der Computerzeitschrift c’t.

"Einerseits den Akku nicht komplett leerlaufen lassen und dann vielleicht das Handy noch liegenlassen und dann erst in zwei Wochen wieder aufladen. Denn Tiefenentladung macht den Akku kaputt. Und man sollte ihn nicht zu oft immer auf 100 Prozent laden."

Nicht immer auf 100 Prozent laden

Das Smartphone sollte in einem Ladezustand zwischen 30 und 70 Prozent gehalten werden. Hat der Akku noch 70 Prozent, wird ein Nachladen nicht empfohlen. Hier sollte man warten bis ein niedriger Ladezustand erreicht ist.

Die Hersteller geben inzwischen Ladezyklen von 1000 bis 1200 Mal an. Wenn der Akku nach dieser Zeit nicht mehr gut funktioniert, lässt er sich insbesondere bei älteren Modellen oft leicht und eigenhändig auswechseln. Klara Przygodda hat bei ihrem alten Smartphone den Akku bereits einmal ausgetauscht.

"Da konnte man einfach das hintere Teil abnehmen, den Akku rausnehmen und den neuen Akku einsetzen. Den hatte ich im Internet bestellt und der war auch von Samsung."

ILLUSTRATION - Eine Frau schliesst am 27.06.2016 in Berlin einen Powerbank-Akku ist an ein Smartphone an. Foto: Henrik Josef Boerger | Verwendung weltweit (dpa / Henrik Josef Boerger )Strom für unterwegs - Ein mobiler Powerbank-Akku versorgt ein Handy (dpa / Henrik Josef Boerger )

Auch Alex Spier rät dazu, Original-Ersatzteile des Herstellers zu nutzen:

"Die Akkus selber kosten so ihre 20 bis 50 Euro, je nachdem wie selten das Gerät ist, wo man das besorgen muss. Es gibt auch Akkus für zehn Euro und da muss man davon ausgehen, dass es kein Originalersatzteil ist. Das muss man damit rechnen, dass es qualitativ nicht auf demselben Level ist."

Austausch des Akkus zu prüfen

Bei aktuellen und vor allem bei den teuren Smartphones sind die Akkus oft so verbaut, dass ohne den Einsatz von Werkzeug ein Tausch nicht möglich ist. Die Geräte sollen leistungsfähig sein und werden zudem immer flacher gebaut.

Insbesondere bei neueren Geräten, die auch wasserdicht sind, ist es schwierig, an den Akku wirklich heranzukommen. Wenige Smartphones wie das Fairphone sind so konstruiert, dass der Akku ohne Werkzeug mit wenigen Handgriffen getauscht werden kann. Ansonsten bleibt nur die Hilfe von Fachleuten mit zusätzlichen Kosten für die Handwerksleistung:

"In der Werkstatt hängt es sehr stark von dem Modell ab. Man sollte damit rechnen, dass man so 100 Euro bis 150 Euro je nach Modell ausgibt, wenn man einen neuen Akku in sein altes Gerät reinbauen will."

Macht das Smartphone Mucken, lohnt es also, erst einmal den Austausch des Akkus zu prüfen. Es ist auch umweltschonender. Der alte Akku sollte nicht im Hausmüll landen. Hier sind wertvolle Metalle verbaut und einige Schwermetalle enthalten, die umweltschädlich sind. Deshalb sieht der Gesetzgeber vor, dass Hersteller und Handel Batterien unentgeltlich zurücknehmen müssen. Die Nutzer sind ebenfalls zur Rückgabe verpflichtet.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk