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"Sofagate"Türkischer Umgang mit von der Leyen beschäftigt EU-Parlament

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, EU-Ratspräsident Charles Michel und der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bei einem Treffen in Ankara (AFP / Turkish Presidential Press Service)
Von der Leyen, Michel und Erdogan bei ihrem Treffen in Ankara (AFP / Turkish Presidential Press Service)

Die beiden größten Fraktionen im Europaparlament haben eine Plenardebatte über den Umgang der Türkei mit EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen bei ihrem jüngsten Besuch in Ankara gefordert.

Die konservative EVP und die Sozialdemokraten verlangen, dass von der Leyen und EU-Ratspräsident Michel dazu Ende April ins Parlament geladen werden. Beide Politiker hatten am Dienstag mit dem türkischen Präsidenten Erdogan über die weitere Zusammenarbeit beraten. Dabei hatten sich Erdogan und Michel in zwei nebeneinander stehende Sessel gesetzt. Von der Leyen musste in gewissem Abstand auf einem Sofa Platz nehmen. Dies wurde von Beoachtern als frauenfeindlich interpretiert und löste Kritik an der türkischen Regierung aus. Deren Außenminister Cavusoglu wies die Vorwürfe zurück. Er erklärte, die Sitzordnung sei in Übereinstimmung mit der EU festgelegt worden.

Diese Nachricht wurde am 08.04.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.