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"Sommermärchen-Affäre"Ex-DFB-Chef Zwanziger zeigt Ermittler an

Zwanziger ist in einem Flur von Journalisten umringt, spricht engagiert in mehrere Mikrofone und gestikuliert dabei mit der Hand. (Federico Gambarini / dpa)
Der ehemalige DFB-Präsident Theo Zwanziger (Archivbild) (Federico Gambarini / dpa)

Der frühere Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, Zwanziger, geht strafrechtlich gegen die Ermittlungen im Zusammenhang mit der Vergabe der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 vor.

Zwanziger sagte auf einer Pressekonferenz, er habe wegen "falscher Verdächtigungen" Strafanzeige gegen die Ermittlungsführerin der Frankfurter Staatsanwaltschaft sowie gegen den Ermittler der Schweizer Bundesanwaltschaft und dessen Assistentin gestellt.

In der Schweiz war vergangene Woche Anklage gegen die ehemaligen DFB-Funktionäre Zwanziger, Schmidt und Niersbach erhoben worden. Es geht um die weiterhin nicht geklärten Zahlungen von umgerechnet 6,7 Millionen Euro aus den Jahren 2002 und 2005 an einen damaligen FIFA-Funktionär aus Katar. Dieser Kredit war später zurückgezahlt worden, nach Ansicht der Ermittler unter der Vorspiegelung falscher Tatsachen. Das Verfahren gegen den damaligen Chef des Organisationskomitees, Beckenbauer, wurde wegen dessen Gesundheitszustands abgetrennt.

In Deutschland wird wegen Steuerhinterziehung ermittelt, weil sich die Zahlung für den DFB durch die mutmaßliche Verschleierung steuermindernd ausgewirkt hatte. Das Landgericht Frankfurt am Main verzichtete zwar vergangenes Jahr auf die Eröffnung der Hauptverhandlung, dagegen hat die Staatsanwaltschaft aber Rechtsmittel eingelegt.