Die Nachrichten
Die Nachrichten

SpanienEhemalige ETA-Anführerin wegen Anschlagsplan auf Juan Carlos verurteilt

Der Königliche Palast, die offizielle Residenz des spanischen Königshauses.  (picture alliance/dpa/Juan Carlos Rojas)
Der Königliche Palast in Madrid (picture alliance/dpa/Juan Carlos Rojas)

Eine ehemalige Anführerin der baskischen Terrororganisation ETA ist wegen eines in den 1990er Jahren geplanten Attentats auf den damaligen spanischen König zu 15 Jahren Haft verurteilt worden.

Ein Gericht in Madrid sprach Iparraguirre Guenechea schuldig wegen "Verbrechen gegen die Krone" sowie "Kriegswaffenbesitzes innerhalb einer terroristischen Vereinigung". Die heute 60-Jährige hatte vor Gericht zugegeben, 1997 den Mordanschlag auf König Juan Carlos I. bei der Einweihungsfeier des Guggenheim-Museums in Bilbao in Auftrag gegeben zu haben. Das Attentat wurde in letzter Minute vereitelt; ein baskischer Regionalpolizist wurde von den Attentätern erschossen. Einer von ihnen erhielt bereits im Jahr 2016 eine Haftstrafe von 92 Jahren. Die nun ebenfalls verurteilte Frau verbüßt bereits eine 122-jährige Gefängnistrafe wegen eines Anschlags auf einen spanischen Soldaten.

Die 1959 während der Franco-Diktatur gegründete ETA kämpfte vier Jahrzehnte lang gewaltsam für die Unabhängigkeit des Baskenlandes. Sie wird für den Tod von mehr als 850 Menschen verantwortlich gemacht.

Diese Nachricht wurde am 15.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.