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SpanienRegierung will neue Pilgerstätte für Franco verhindern

Das "Tal der Gefallenen" der Franco-Diktatur mit dem Grab Francos und des Gründers der faschistischen Bewegung Falange, José Antonio Primo de Rivera. (imago/ZUMA Press)
Das "Tal der Gefallenen" der Franco-Diktatur mit dem Grab Francos befindet sich ca. 50 km nördlich von Madrid. (imago/ZUMA Press)

Bei der geplanten Umbettung der Leiche des früheren spanischen Diktators Franco will die Regierung eine Verlegung an einen öffentlich zugänglichen Ort verhindern.

Man werde nicht zulassen, dass in Spanien einem Diktator an einem öffentlichen Platz gehuldigt wird, sagte eine Regierungssprecherin. Dafür plane die sozialistische Regierung eine Änderung des Gesetzes des historischen Andenkens. Die bisherige Ruhestätte im "Tal der Gefallenen" soll zu einem Gedenkort für die Opfer des Faschismus werden. Das Grab nördlich von Madrid ist bislang eine Pilgerstätte für Rechtsextreme.

Der Streit um die Umbettung des Franco-Leichnams hält seit Monaten an. Wie heute bekannt wurde, nahm die Polizei im September in Katalonien einen 63 Jahre alten Mann fest, der wegen der Exhumierung einen Anschlag auf Regierungschef Sánchez geplant haben soll.