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SPDBarley will Änderung des Wahlrechts für höheren Frauenanteil

Berlin: Katarina Barley (SPD), Bundesjustizministerin, spricht in der Plenarsitzung im Deutschen Bundestag. Themen der 59. Sitzung der 19. Legislaturperiode sind unter anderem die Mietpreisbremse, Wohnungsbau, Diesel-Fahrverbote und Religionsfreiheit. (Bernd von Jutrczenka/dpa)
Katarina Barley (SPD), Bundesjustizministerin (Bernd von Jutrczenka/dpa)

Bundesjustizministerin Barley wirbt für eine Änderung des Wahlrechts, um mehr Frauen den Einzug in den Bundestag zu ermöglichen.

Sie machte dazu zwei Vorschläge: entweder abwechselnd Männer und Frauen auf die Kandidatenlisten der Parteien zu setzen, oder größere Wahlkreise abzustecken mit zwei direkt gewählten Abgeordneten unterschiedlichen Geschlechts. In der "Bild am Sonntag" führte die SPD-Politikerin aus, von der Regierungsbank schaue sie auf die Fraktionen von AfD, FDP und CDU/CSU, wo ganz oft ein Meer von grauen Anzügen sitze. Der Frauenanteil dort betrage zwischen zehn bis knapp über 20 Prozent. Wörtlich fügte sie hinzu: "Das ist krass." Ändern werde sich das wohl nur durch ein neues Wahlrecht. Barley forderte die CDU auf, mit der SPD in Verhandlungen darüber einzutreten.