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Spielmanipulation?Staatsanwaltschaft ermittelt in Regionalliga

Zu sehen ist das Logo des Fußball-Regionalligisten Germania Halberstadt. (imago sportfotodienst)
Das Logo des Fußball-Regionalligisten Germania Halberstadt. (imago sportfotodienst)

Nach Manipulationsvorwürfen zur Regionalliga-Partie zwischen SV Babelsberg und Germania Halberstadt laufen nun auch strafrechtliche Ermittlungen.

Die Staatsanwaltschaft in Neuruppin teilte mit, das ein entsprechendes Verfahren eröffnet worden sei. Gegen wen sich der Verdacht konkret richtet, wurde unter Verweis auf laufende Untersuchungen nicht konkretisiert.

Bisher waren lediglich Ermittlungen durch den für die Liga zuständigen Nordostdeutschen Fußballverband (NOFV) bekannt. Dieser hatte ein Verfahren gegen den sportlichen Leiter von Germania Halberstadt, Andreas Petersen, eingeleitet. Der 58-Jährige soll vor dem Ligaspiel beim SV Babelsberg (Endergebnis 3:1) zwei Spieler des Gegners mit der Absicht kontaktiert haben, "ihr Engagement zurückzunehmen". Der sachsen-anhaltische Club hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Im Hintergrund steht der Verdacht, ein chinesischer Sport-Vermarkter könne gleich mehrfach zu Spielmanipulationen in der ostdeutschen 4. Liga angestiftet haben. Das Unternehmen ist offizieller Kooperationspartner von Germania Halberstadt.

Medienberichten zufolge trafen sich Vertreter des Vermarkters Ende November mit Mitarbeitern des Regionalliga-Spitzenreiters Chemnitzer FC unter dem Vorwand, im Stadion eine Loge anmieten zu wollen. Zur "Refinanzierung" soll der Vermarkter "sichere Siege" vorgeschlagen und bei Umsetzung eine Zusatzprämie in Höhe von 60.000 Euro in bar pro gewonnenem Spiel in Aussicht gestellt haben. Die Vereinsvertreter sollen dies als Umschreibung für Spielmanipulationen aufgefasst, die Verhandlungen beendet und den NOFV sowie die Staatsanwaltschaft in Chemnitz unterrichtet haben.