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StartseiteSport am Wochenende"Sportausschuss sollte mitentscheiden"30.06.2018

Spitzensportförderung"Sportausschuss sollte mitentscheiden"

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat eine Erhöhung der Spitzensportförderung von 23 Millionen Euro bewilligt. Der sportpolitische Sprecher der Linken André Hahn begrüßte diese Entscheidung, kritisierte im Dlf jedoch die mangelnde Beteiligung des Sportausschusses.

André Hahn im Gespräch mit Marina Schweizer

André Hahn (Die Linke), Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums. (imago/Jens Jeske)
André Hahn, Obmann der Partei Die Linke im Sportausschuss (imago/Jens Jeske)
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"Es ist richtig, dass der Spitzensport anders und besser gefördert wird, als das bisher der Fall war", sagte André Hahn im Deutschlandfunk. Der Sportausschuss habe immer gefordert, dass die Trainer besser bezahlt würden. Bisher sei die Bezahlung im internationalen Vergleich sehr gering gewesen.

"Natürlich haben wir auch nichts dagegen, wenn man zusätzlich eine Million an die Nationale Anti-Doping-Agentur (NADA) gibt", meinte Hahn. Auch die bessere Unterstützung des paralympischen Sports sei zu befürworten.

"Eigene Akzente setzen"

Hingegen kritisiere der sportpolitische Sprecher der Linkspartei, dass der Sportausschuss es nicht schaffe, eigene Akzente zu setzen. Man habe darüber diskutiert, ob es eine unabhängige Athletenvertretung geben solle, aber der Sportausschuss sei nicht dazu in der Lage gewesen eine eigene Entscheidung zu treffen: "Wenn das immer den Haushältern überlassen bleibt, dann hat der Sportausschuss gar nicht die Bedeutung, die er haben könnte", bemängelte er.

Man nehme sich selber nicht wichtig, wenn man keine klaren Entscheidungen treffen würde. "Und gerade wenn es ums Geld geht, sollte der Sportausschuss nicht nur selber mitdiskutieren, sondern auch mitentscheiden. Das fehlt mir in den letzten Jahren immer wieder", meinte Hahn. Man müsse auch mal öffentlich diskutieren. Eine Debatte habe gar nicht stattgefunden.

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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