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Sportjournalismus"Unterhaltung steht ganz klar im Vordergrund"

Der Fußballer Lukas Podolski (l) und der Journalist Waldemar Hartmann, hier beim RTL-Jahresrückblick "Menschen, Bilder, Emotionen" 2013 (picture alliance / dpa / Henning Kaiser)
Der Fußballer Lukas Podolski (l) und der Journalist Waldemar Hartmann, hier beim RTL-Jahresrückblick "Menschen, Bilder, Emotionen" 2013 (picture alliance / dpa / Henning Kaiser)

Sportjournalismus hat einer Analyse zufolge zu sehr den Unterhaltungsaspekt im Fokus und hält nicht genügend Abstand zum Gegenstand der Berichterstattung.

Autor der Analyse ist der Journalist Tonio Postel. Er sagte im Deutschlandfunk, vor allem im Fußball gehe es häufig um Heldenverehrung. "Der ganze Fußballbetrieb wird oft mit einer martialischen Sprache gefeiert. Und die Spieler und Protagonisten sind eigentlich die Superhelden unserer Zeit. Es gibt eigentlich immer nur noch Superlative dabei." Postel sieht die Vereine in der Pflicht, die Aufgabe von Journalisten anzuerkennen. Man müsse sich die Rollenverteilung wieder klarmachen. Unabhängiger und kritischer Sportjournalismus sei für alle Beteiligten und für die Gesellschaft ein wichtiger Mosaikstein.

Postel hat für die Otto-Brenner Stiftung ein Diskussionspapier erstellt und dazu Interviews mit zahlreichen Branchenexperten geführt, die seine Analyse untermauern.