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StartseiteSternzeitBelka und Strelka, die Hunde-Astronauten 19.08.2020

Start von "Sputnik 5" Belka und Strelka, die Hunde-Astronauten

Heute vor 60 Jahren startet der Satellit "Sputnik 5" mit den beiden Hunden Belka und Strelka seinen Flug in den Weltraum. Dank der Weiterentwicklung der Technik der weichen Landung kehren erstmals in der Geschichte der Raumfahrt an Bord befindliche Lebewesen sicher zurück.

Von Dirk Lorenzen

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Porzellan-Geschirr mit den Motiven der beiden Weltraum-Hunde Belka und Strelka. 
Porzellan-Geschirr mit den Motiven der beiden Weltraum-Hunde Belka und Strelka. 

Das berühmteste Tier der Raumfahrtgeschichte ist Laika. Sie war an Bord von Sputnik 2, dem zweiten Satelliten überhaupt, der in die Erdumlaufbahn geschossen wurde. Es war ein trauriger Einsatz: Wenige Stunden nach dem Start starb Laika wegen der Überhitzung der Raumkapsel.

Besser erging es ihren Kolleginnen Belka und Strelka, die heute vor 60 Jahren mit Sputnik fünf ins All gestartet sind. Es waren die ersten Hunde, die einen Raumflug überlebt haben und wieder gesund gelandet sind.

15 Mal umrunden sie die Erde

15 mal haben die beiden die Erde umrundet. Dabei waren sie nicht allein: In der Kapsel waren auch Mäuse, Ratten, Fliegen und ein paar Pflanzen. Während des Fluges zeichnete eine Filmkamera das Verhalten von Belka und Strelka auf.

Die beiden Hunde Belka und Strelka, 1960 (picture alliance/Heritage Images)Die beiden Hunde Belka und Strelka, 1960 (picture alliance/Heritage Images)

Einige Zeit nach dem Flug bekam Strelka sechs Welpen. Eine Hündin dieses Wurfs schenkte Nikita Chruschtschow 1961 Caroline Kennedy, der Tochter des US-Präsidenten.

Belka und Strelka bereiteten den Boden für Juri Gagarin

Die sowjetische Hündin paarte sich mit dem Kennedy-Hund Charlie. Die vier Nachkommen dieser besonderen Affäre soll John F. Kennedy im Scherz als Pupniks bezeichnet haben – eine Mischung des englisches Wortes Puppy für Welpe und Sputnik.

Anders als für Laika hatte der Raumflug für Belka und Strelka also gleich mehrere Happy Ends. Reiner Spaß war der Flug von Sputnik 5 aber nicht. Mit Tieren an Bord wurde getestet, ob in einer Raumkapsel lebensfreundliche Bedingungen herrschen.

Die Tests waren erfolgreich. Acht Monate nach Belka und Strelka flog mit Juri Gagarin der erste Mensch ins All – allerdings ohne Hund.

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