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Steinmeier"Konflikt mit der Türkei nicht von hier aus anheizen"

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier will in den Irak reisen. (AFP / John MacDougall)
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (AFP / John MacDougall)

In der Debatte über das Flüchtlingsabkommen mit der Türkei hat Bundesaußenminister Steinmeier mehr Zurückhaltung angemahnt.

Es bringe überhaupt nichts, den Konflikt von hier aus anzuheizen, sagte er dem Berliner "Tagesspiegel". Er rate dazu, das Interesse der Türkei an dem Abkommen und der damit verbundenen Visumfreiheit nicht zu unterschätzen. Die Türkei wisse, was zu tun sei. Die Bedingungen der EU seien bekannt und mit der Türkei ausgehandelt. Der Ball liege jetzt im türkischen Spielfeld, betonte Steinmeier.

Zugleich wies er Vorwürfe zurück, die Bundesregierung nehme zu viel Rücksicht auf Ankara, um das Flüchtlingsabkommen nicht zu gefährden. Öffentliche Kritik alleine löse die Probleme nicht. Deutschland müsse weiter mit der Türkei im Gespräch bleiben. Die Türkei bleibe das Schlüsselland für Migration nach Europa, betonte Steinmeier.