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Steinzeit-ForschungNeandertaler jagten Großwild auf der Schwäbischen Alp

Mehrere Schädel nebeneinander vor schwarzem Hintergrund. (imago / Steven Lambert)
Neandertaler haben schon viel früher Großwild gejagt als bisher angenommen. (imago / Steven Lambert)

Vor mehr als 65.000 Jahren in der Mittleren Steinzeit jagten die Neandertaler auf der Schwäbischen Alb Großwild wie Rentiere oder Wildpferde.

Dazu benutzten sie bereits damals komplex hergestellte Waffen, wie ein neuer Fund aus der Welterbe-Höhle "Hohle Fels" belegt. Das teilten die Universität Tübingen und das Urgeschichtliche Museum Blaubeuren mit. Der Fund sei eine exzellent erhaltene, blattförmig bearbeitete Hornsteinspitze. Bisherige Funde dieser Art waren deutlich später datiert. Die Blattspitze wird nun bis Anfang Januar 2022 im Urgeschichtlichen Museum Blaubeuren ausgestellt und als "Fund des Jahres" deklariert.

Diese Nachricht wurde am 22.07.2021 im Programm Deutschlandfunk Kultur gesendet.