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StartseiteSternzeitFomalhaut grüßt im Süden17.10.2019

Stern nur im Herbst zu GastFomalhaut grüßt im Süden

Wie immer im Herbst zeigt sich nun ein scheuer Gast tief am abendlichen Südhimmel. Fomalhaut im Südlichen Fisch steht gegen 22 Uhr genau im Meridian. Nach rechts schließt sich ein Bogen schwacher Sterne an.

Von Dirk Lorenzen

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Der junge Stern Fomalhaut wird von einem großen Staubring umgeben.  (ALMA/NASA/ESA)
Der junge Stern Fomalhaut wird von einem großen Staubring umgeben. (ALMA/NASA/ESA)

Das ist der Rest dieses Sternbilds, das bereits im Katalog des griechischen Astronomen Ptolemaeus verzeichnet ist. Allerdings sind die meisten Sterne des Südlichen Fischs von Mitteleuropa aus kaum zu erkennen. Zwar mag sein Hauptstern Fomalhaut wegen seiner tiefen Stellung in unseren Breiten nicht besonders strahlend erscheinen, dennoch ist er einer der 20 hellsten Sterne des Himmels. Gelegentlich wird er auch als der einsame Stern bezeichnet, weil er allein auf weiter Flur in einem relativ sternleeren Gebiet steht.

Der Stern Fomalhaut steht gegen 22 Uhr tief am Südhimmel. (Stellarium)Der Stern Fomalhaut steht gegen 22 Uhr tief am Südhimmel. (Stellarium)

Teil der vier königlichen Sterne im alten Persien

Mit Hilfe des markanten Pegasus-Vierecks ist Fomalhaut gut zu finden. Man stößt auf ihn, wenn man die rechte Seite des Vierecks viermal nach unten verlängert. Bei uns ist er jede Nacht nur für wenige Stunden zu sehen. Im alten Persien gehörte Fomalhaut zu den vier königlichen Sternen, die jeweils ein Viertel der Himmelskugel beherrschten. Die anderen drei waren Aldebaran im Stier, Regulus im Löwen und Antares im Skorpion.

Von großer Staubscheibe umgeben und mit Exoplanet

Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops ergaben, dass Fomalhaut von einer großen Staubscheibe umgeben ist und offenbar einen Planeten hat. Dieser kreist in mindestens 50-fachem Abstand Erde-Sonne um seinen Stern. Tief an unserem südlichen Abendhimmel ist Fomalhaut, der 25 Lichtjahre entfernt ist, noch gut zwei Monate lang ein bemerkenswerter Gast.

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