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StartseiteSternzeitDie ewige Jagd nach dem Hasen19.01.2020

Sternbild zu Füßen des OrionDie ewige Jagd nach dem Hasen

Gegen 22 Uhr steht der Orion genau im Süden. Zu Füßen des Himmelsjägers ist ein sehr hübsches, wenn auch nicht sehr auffälliges Sternbild zu sehen: der Hase. Diese Figur besteht aus einem schiefen Viereck, an das sich links zwei Sternbögen anschließen.

Von Dirk Lorenzen

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Das Sternbild Hase in einer historischen Darstellung (Flamsteed)
Das Sternbild Hase in einer historischen Darstellung (Flamsteed)

Sehr markant, auch wenn sie nur aus schwachen Sternen bestehen, sind die Löffel des Hasen. Die aufgestellten Ohren weisen Richtung Rigel, dem rechten Fuß des Orion.

Der Hase gehört zu den 48 klassischen Sternbildern, die schon der griechische Astronom Ptolemaeus im 2. Jahrhundert verzeichnet hat. Der römische Autor Hyginus überliefert die Fabel, dass es einst auf der Insel Leros vor der Küste Kleinasiens keine Hasen gab, weshalb die Bewohner ein trächtiges Weibchen auf das Eiland brachten.

Der Hase hoppelt gegen 22 Uhr über den Südhimmel, unterhalb des Sternbilds Orion und links vom hellen Stern Sirius (Stellarium)Der Hase hoppelt gegen 22 Uhr über den Südhimmel, unterhalb des Sternbilds Orion und links vom hellen Stern Sirius (Stellarium)

Zunächst freuten sich alle über die sich vermehrenden Hasen. Doch schon bald gab es eine Plage. Die Ernte wurde vernichtet und die Menschen hungerten. So brachten sie die Tiere wieder von der Insel weg. Ein Hase aber wurde an den Himmel gesetzt, um ewig zu mahnen, dass auch Gutes schnell zu viel werden kann. Der hellste Stern des Hasen leuchtet genau in der Verlängerung des Schwertgehänges Orions. Er trägt den Namen Arneb, nach al-arnab, arabisch Hase.

Er ist wahrlich ein Hasenfuß und schon über 2000 Lichtjahre von uns fort gerannt. Stünde Arneb in der gleichen Entfernung wie Sirius, erschiene er fast so hell wie der Vollmond. Den ganzen Winter über hetzen Orion und Großer Hund den Hasen über das Firmament – aber Nacht für Nacht vergeblich.

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