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Streit um Oscar-KleidRose McGowan wirft Natalie Portman Heuchelei vor

Natalie Portman (dpa/ AP/ Jordan Strauss)
Natalie Portman in ihrem umstrittenen Outfit mit der bestickten Borte. (dpa/ AP/ Jordan Strauss)

Die #MeToo-Aktivistin Rose McGowan hat Schauspielkollegin Natalie Portman wegen ihres Oscar-Outfits Heuchelei vorgeworfen.

Portman hatte auf der diesjährigen Oscar-Verleihung zu ihrem Kleid einen Umhang getragen, auf dessen Borte die Namen von Regisseurinnen gestickt waren, die bei den Oscarnominierungen nicht berücksichtigt worden waren. In einem Facebook-Post nannte McGowan diese Art von Aktivismus "zutiefst beleidigend" für diejenigen, die "die tatsächliche Arbeit" machten. Es ekele sie an. Portmans Auftritt sei nicht mutig gewesen, sondern eher eine Rolle. Die ehemalige "Charmed"-Darstellerin hielt Portman vor, selbst kaum mit Regisseurinnen gearbeitet und als Produzentin keine beschäftigt zu haben. Dabei hätten genau "A-Promis" wie Portman die Chance, die Filmindustrie zu ändern.

Portman reagierte auf die Vorwürfe. In einem Statement stellte sie klar, dass sie ihren Auftritt auch nicht als mutig empfinde. Mutig seien die Frauen, die in den vergangenen Wochen gegen den ehemaligen Film-Produzenten Harvey Weinstein ausgesagt hätten. Weinstein wird von zahlreichen Frauen der Vergewaltigung oder sexuellen Belästigung beschuldigt. Auch Rose McGowan wirft Weinstein vor, sie vergewaltigt zu haben. Sie war eine der ersten Frauen, die damit an die Öffentlichkeit ging und trug so zur globalen #MeToo-Bewegung bei.