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StrompreiseBundesrechnungshof kritisiert Umsetzung der Energiewende durch die Bundesregierung

Der Bundesrechnungshof in Bonn (Deutschlandradio / Monika Dittrich)
Der Bundesrechnungshof in Bonn (Deutschlandradio / Monika Dittrich)

Der Bundesrechnungshof hat die Umsetzung der Energiewende durch die Bundesregierung scharf kritisiert.

Die Energiewende drohe Privathaushalte und Unternehmen finanziell zu überfordern, sagte der Präsident des Bundesrechnungshofes, Scheller, bei der Vorstellung eines Sonderberichts. Demnach liegen die Strompreise für Privathaushalte und kleinere Betriebe teils über 40 Prozent höher als im EU-Durchschnitt. Das Energie- und Wirtschaftsministerium von Minister Altmaier steuere den Transformationsprozess weiterhin unzureichend, hieß es. Eine zuverlässige und preisgünstige Versorgung mit Strom sei zunehmend fraglich. Dies könne zu Lasten der Akzeptanz der Energiewende gehen. Zudem sei die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gefährdet. Der Bundesrechnungshof verweist auch auf die Gefahr von Stromausfällen, die weiterhin nicht gebannt sei. Annahmen des Ministeriums zur Versorgungssicherheit nennt der Bericht teils nicht plausibel sowie zu optimistisch.

Diese Nachricht wurde am 30.03.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.