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StudieDDR-Dopingopfer erkranken häufiger

Dopingmittel aus der ehemaligen DDR, ausgestellt im Haus der Geschichte in Bonn.   (imago / Sepp Spiegl)
Dopingmittel aus der ehemaligen DDR, ausgestellt im Haus der Geschichte in Bonn. (imago / Sepp Spiegl)

Opfer des systematischen Dopings in der ehemaligen DDR leiden offenbar häufiger an körperlichen und psychischen Erkrankungen als die übrige Bevölkerung.

Zu diesem Schluss kommt die Studie "Staatliches Doping in der DDR", zu der in Schwerin jetzt Zwischenergebnisse präsentiert wurden. "Das Ausmaß macht betroffen. Die Gutachten lassen dabei auf tiefgreifende und langanhaltende Schädigungen schließen", sagte der Chefarzt der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an den Helios Kliniken Schwerin, Buhrmann.

Die vor vier Jahren begonnene Studie belegt nach Angaben des Mediziners "signifikant höhere Erkrankungsraten", je nach Leiden liegen diese zwischen zwei- und fünffach über dem Bundesdurchschnitt. Auffällig seien Skelett- und Muskelprobleme durch ein "viel zu hartes Training", so Buhrmann.

Die Zwischenbilanz beruht auf der Befragung von bislang 270 Betroffenen. Deren Angaben wurden anschließend mit einer repräsentativen Allgemeinbevölkerungsstudie verglichen.