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StudieElf Prozent der US-Bürger unter 40 Jahren sind der Meinung, Juden hätten den Holocaust verursacht

Ehemalige Gefangene verlassen das Konzentrationslager Buchenwald. (Picture Alliance / AP Images / Byron H. Rollins)
Vor 75 Jahren befreiten US-Soldaten das Konzentrationslager Buchenwald. (Picture Alliance / AP Images / Byron H. Rollins)

In den USA sind einer neuen Studie zufolge elf Prozent der Erwachsenen im Alter unter 40 Jahren der Meinung, dass Juden den Holocaust verursacht haben.

Zugleich wissen 63 Prozent nicht, dass dabei etwa sechs Millionen Juden ermordet wurden. Dies ergab eine Umfrage im Auftrag der Claims Conference. Demnach gaben zwölf Prozent der befragten US-Bürger an, noch nie vom Holocaust gehört zu haben. Die Claims Conference ist ein Zusammenschluss jüdischer Organisationen und kümmert sich um die materielle Entschädigung von Überlebenden.

Für die Studie wurden 1.000 Personen in den USA für die landesweiten Zahlen befragt und zusätzlich noch jeweils 200 in einzelnen Bundesstaaten, um die Situation dort zu ermitteln. Dabei zeigt sich, dass der Anteil derer, die Juden für den Holocaust verantwortlich halten, im Bundesstaat New York mit 19 Prozent besonders hoch ist. Die Unwissenheit über die Opferzahl war besonders hoch in Arkansas (69 Prozent) und Delaware (68 Prozent).

Holocaust ist die nahezu weltweit gebräuchliche Bezeichnung für den Völkermord an der jüdischen Bevölkerung Europas durch die Nationalsozialisten. Ihm fielen etwa sechs Millionen Menschen zum Opfer. Menschen jüdischen Glaubens verwenden meist das hebräische Wort Schoah - Katastrophe.

Diese Nachricht wurde am 17.09.2020 im Programm Deutschlandfunk gesendet.