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StudieHäusliche Pflege - Überforderte Angehörige neigen zur Gewalt

Eine alte Frau beim Essen in einem Altenpflegeheim (imago stock&people)
Die dauerhafte Pflege von Angehörigen führt oft zu Gewalt und Niedergeschlagenheit (imago stock&people)

Einer Studie zufolge führt die dauerhafte Überlastung pflegender Angehöriger mitunter zu Gewalt.

40 Prozent hätten angegeben, schon einmal gewaltsam gegen Pflegebedürftige gehandelt zu haben, teilte das "Zentrum für Qualität in der Pflege" in Berlin mit. Das sei unter anderem ein Ausdruck der aufgestauten Wut und der Niedergeschlagenheit. Die Hälfte der Angehörigen vermisse Wertschätzung für ihr Engagement. Weiter hießt es, umgekehrt habe aber auch etwa jeder Zweite schon einmal Gewalt durch pflegebedürftige Menschen erfahren.

Fast drei Viertel der rund drei Millionen pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause versorgt, davon 1,4 Millionen ausschließlich durch Angehörige. Für die Erhebung wurden deutschlandweit 1.006 pflegende Angehörige im Alter zwischen 40 und 85 Jahren befragt.

Diese Nachricht wurde am 18.06.2018 im Programm Deutschlandfunk gesendet.