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StudieMehrheit will Regeln zum Insektenschutz

Mal was Neues: das Insektenhotel in Kirchheilingen. (Deutschlandradio / Adolf Stock)
Ein Insektenhotel in Kirchheilingen. (Deutschlandradio / Adolf Stock)

Fast 80 Prozent der Bevölkerung möchten laut einer Studie verbindliche Regelungen zum Schutz von Insekten.

Viele Menschen vor Ort erlebten das Sterben der Insekten als dramatisch, sagte der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Hubert Weigert, in Berlin. 72 Prozent hätten in der Umfrage angegeben, dass es in ihrer Region weniger Insekten gebe. 67 Prozent hätten sich dafür ausgesprochen, die Landwirtschaft zum Insektenschutz zu verpflichten. Gleichzeitig wollten 87 Prozent der Befragten den Bauern dafür auch finanzielle Mittel zur Verfügung stellen. Weigert betonte, diese Ergebnisse zeigten, dass es an der Zeit sei, die bisherige Politik der Freiwilligkeit über Bord zu werfen. Der BUND hatte die Emnid-Umfrage in Auftrag gegeben.

Laut wissenschaftlicher Studien ist nach Angaben der BUND die Biomasse von Fluginsekten in den vergangenen dreißig Jahren um 75 Prozent zurückgegangen. Obwohl die Bundesregierung im Koalitionsvertrag einen Aktionsplan Insektenschutz zugesagt habe, seien außer Eckpunkten bislang keine zentralen gesetzlichen Weichenstellungen beschlossen, die dem Ernst der Lage gerecht würden, so Weigert weiter.