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StudieParabene fördern kindliches Übergewicht

Eine schwangere Frau legt die Hände auf ihren Bauch. (imago/Kickner)
Schwangere sollte laut der Studie auf Kosmetika mit Parabenen verzichten. (imago/Kickner)

Frauen, die in der Schwangerschaft Kosmetika mit Parabenen benutzen, haben ein höheres Risiko, dass ihre Kinder später übergewichtig werden.

Das haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig herausgefunden. Sie konnte in einer Studie zeigen, dass vor allem Mädchen stärker zu Übergewicht neigten, wenn man im Organismus der Mutter während der Schwangerschaft eine erhöhte Konzentration an Parabenen feststellte. Schuld daran könnten durch das Umwelthormon ausgelöste epigenetische Veränderungen sein. Butylparaben wird häufig etwa in Hautcremes oder Make-Up als Konservierungsmittel eingesetzt.

Das Forschungsteam testete für die Studie zum einen 629 Mutter-Kind-Paare. Die Mütter wurden während der Schwangerschaft zu ihrem Kosmetikgebrauch befragt, außerdem wurde ihr Urin auf Parabene hin untersucht. Nach der Geburt wurde das Gewicht der Kinder bis zu ihrem achten Lebensjahr überprüft. Die an dem Projekt beteiligte Wissenschaftlerin Junge erläuterte im Deutschlandfunk, dass andere Faktoren für Übergewicht wie eine genetische Vorbelastung oder ein hohes Geburtsgewicht herausgerechnet worden seien. Das Team geht nach Versuchen mit Mäusen davon aus, dass die Parabene das Hunger- und Sättigungsgefühl beeinflussen. Ein vermehrter Kontakt mit diesem Paraben im Erwachsenenalter schien sich nicht auf die Gewichtszunahme auszuwirken.

Die Forscherinnen und Forscher wollen nun herausfinden, warum Mädchen offenbar empfindlicher auf dieses Umwelthormon reagieren als Jungen. Schwangeren Frauen empfehlen sie auf jeden Fall, auf parabenfreie Kosmetika zurückzugreifen - und das am besten auch noch in der Stillzeit.