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StudieTeile Teherans senken sich wegen Wasserentnahme bedrohlich ab

Sie sehen die Millionenstadt Teheran, es dämmert. (Deutschlandradio / Jörg-Christian Schillmöller)
In Teheran leben rund 15 Millionen Menschen - hier die Skyline vom Norden aus gesehen. (Deutschlandradio / Jörg-Christian Schillmöller)

Teile der iranischen Hauptstadt Teheran haben sich laut einer Studie in den vergangenen Jahren aufgrund der übermäßigen Entnahme von Grundwasser gefährlich abgesenkt.

Zwischen 2003 und 2017 seien drei Gebiete in Teheran um jeweils mehrere Meter gesunken, schrieben Forscher des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ in Postdam in einer Studie im Fachjournal "Remote Sensing of Environment". Die beiden Wissenschaftler Mahdi Motagh und Mahmud Haghshenas Haghighi werteten für die Studie die Daten von vier Radarsatelliten-Systemen über einen Zeitraum von 14 Jahren aus. Laut ihren Analysen sanken die Gebiete um teils 25 Zentimeter pro Jahr. Dies habe zur Folge, dass sich Spalten im Boden und Risse in den Wänden gebildet hätten. Auch sei die Aufnahmefähigkeit der Grundwasserbecken teils irreversibel beschädigt.

Grund für das Absinken der Gebiete ist laut der Studie die übermäßige Entnahme von Grundwasser. Infolge des starken Anstiegs der Bevölkerung in Teheran sei dort auch die Zahl der Brunnen stark gestiegen. Hinzu komme, dass während der Dürre der vergangenen Jahre der Niederschlag geringer als üblich ausgefallen sei. In der Folge sei in Teheran der Grundwasserspiegel zwischen 1984 und 2011 um zwölf Meter gesunken.