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StudieVideospiele machen nicht unbedingt dicker

 Ein Junge steht vor einem Widescreen Monitor. Man sieht ihn von hinten wie er ein Spiel ausprobiert. Der Monitor ist im Verhältnis zu seinem Kopf riesig. (Getty Images Europe / Michael Gottschalk)
Kinder und Jugendliche, die oft Videospiele zocken, sind laut einer Studie nicht dicker als andere. (Getty Images Europe / Michael Gottschalk)

Der Zusammenhang zwischen Videospielen und Übergewicht ist offenbar geringer als bisher angenommen.

Das besagt eine Untersuchung von Forschenden aus Linz und Würzburg. Sie haben 20 Studien zu dem Thema ausgewertet. Über ihre Erkenntnisse berichten sie in der Fachzeitschrift Social Science & Medicine. Danach sind Kinder und Jugendliche, die oft Videospiele zocken, nicht dicker als andere.

Bei Erwachsenden gibt es nach Ansicht der Forschenden nur einen geringen Effekt. Zwar seien videospielende Erwachsene etwas dicker als Nichtzocker. Es lasse sich aber nur weniger als ein Prozent des Körpergewichts auf Videospiele zurückführen.

Für ihre Untersuchung haben die Wissenschaftler nur Spiele berücksichtigt, bei denen Menschen sitzen und Knöpfe drücken. Aktive Games wie Tanzen oder Bowling, bei denen sich die Nutzer bewegen müssen, kann Übergewicht sogar verhindern.

Warum zockende Erwachsene etwas dicker sind, Kinder und Jugendliche aber nicht, wissen die Forschenden nicht. Eine der Studienautorinnen hält es für möglich, dass es sich um kumulierte Effekte handelt. Mechanismen, die zu Gewichtszunahme führen, wirkten eher über längere Zeiträume.