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StartseiteMusikjournal"Das war historisch und ästhetisch etwas absolut Neues"24.07.2017

Studio für elektronische Musik"Das war historisch und ästhetisch etwas absolut Neues"

In Köln entstand seit den 1950er-Jahren Musik, "die weit über die Klangwelt der bekannten instrumentalen und vokalen Klänge hinausging", sagte der letzte Leiter des Studios für elektronische Musik York Höller im Dlf. 1999 wurde es vom WDR geschlossen. Doch nun soll es bei Kerpen wieder zugänglich gemacht werden.

York Höller im Gespräch mit Christoph Vratz

Einblick in das Studio für elektronische Musik Köln. (Deutschlandradio/Alexis Fritz)
Das Studio für elektronische Musik des WDR könnte wieder auferstehen. (Deutschlandradio/Alexis Fritz)

Im Studio für elektronische Musik entstanden unter anderem Karl-Heinz Stockhausens "Gesang der Jünglinge" und andere Werke, die die Musik des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt haben. Seit den 1950-Jahren hätten viele namhafte Komponisten in diesem Studio produziert, so der Komponist York Höller. Das Studio sei dadurch international so bekannt geworden, "dass es dann später als eine der Sehenswürdigkeiten in den Reiseführern der Stadt Köln verzeichnet wurde".

Einblicke in das Studio für elektronische Musik in Köln. (Deutschlandradio/Alexis Fritz)Neben Stockhausen produzierten in dem Studio auch Paul Gredinger, Gottfried Michael Koenig, Henri Pousseur und Franco Evangelisti. (Deutschlandradio/Alexis Fritz)

Wiederaubau des Studios für elektronische Musik

Der Westdeutsche Rundfunk will gemeinsam mit einer Stiftung das historische Studio für elektronische Musik für Forscher neu zugänglich machen. Nach Abschluss von Dokumentation und Digitalisierung der Tonbänder, Bild- und Textoriginale werde das Studio für die Arbeit von Künstlern und Wissenschaftlern wiederaufgebaut, teilte der WDR in Köln mit. Der neue Standort sei ein Nebengebäude des Hauses Mödrath bei Kerpen. Ein anonymer Mäzen unterhält dort in einem ehemaligen Herrenhaus ein Zentrum für zeitgenössische Kunst. 

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