Sonntag, 19.01.2020
 
Seit 00:05 Uhr Lange Nacht

LesungStudio LCB

Im Literarischen Colloquium Berlin, Am Sandwerder 511.12.2019 19:30 Uhr, Berlin
(Deutschlandradio)

Lesung: Marlene Streeruwitz

Gesprächspartner: Eva Birkenstock und Holm-Uwe Burgemann

Moderation: Maike Albath

Kann man den Krisen der Gegenwart mit Romanen auf die Schliche kommen? Marlene Streeruwitz gelingt es. Die österreichische Schriftstellerin, die Anfang der 1990er Jahre mit Theaterstücken bekannt wurde, nimmt in ihrem umfangreichen Werk immer wieder weibliche Überlebensstrategien in den Blick. ‚Flammenwand‘ heißt ihr jüngster Roman, der im Frühjahr 2018 in Stockholm beginnt und von einer Frau namens Adele handelt. Diese Adele beobachtet eines Tages ihren Geliebten Gustav, wie er das Haus verlässt. Als sie ihm unbemerkt folgt, fällt ihr ein Wort ein, das ihre Lage charakterisiert: "gelackmeiert". Eine Gratwanderung zwischen zorniger Befreiung und Selbstverlust nimmt ihren Lauf. Seit ihrem Prosa-Debüt von 1996 erfindet Marlene Streeruwitz gealterte Bond-Girls, fragile Lehrerinnen, zähe PR-Expertinnen und kühle Security-Frauen, die sich der Anpassung verweigern, stoisch ihren Alltag durchstehen und die subtilen patriarchalen Machtsysteme aufdecken. Wie dies gelingt, diskutiert Marlene Streeruwitz mit der Kunsthistorikerin und Ethnologin Eva Birkenstock, Leiterin des Kunstvereins Düsseldorf, und Holm-Uwe Burgemann, Gründer und Herausgeber des Kulturprojekts Prä|Position.

Sendungen:
28. Dezember 2019, 20.05 Uhr, Deutschlandfunk
29. Dezember 2019, 0.05 Uhr, Deutschlandfunk Kultur

Programmtipps

Alice HASTERS, Journalistin, Autorin, Portraet, Porträt, Portrait, Angeschnittenes Einzelbild, Einzelmotiv, zu Gast in der Sendung Koelner Treff im WDR Fernsehen, 13.12.2019. *** Alice HASTERS, Journalist, Author, Portrait, Portrait, Single image, Single motif, guest in the programme Koelner Treff on WDR television, 13 12 2019 (www.imago-images.de)
Identitäten (7/7)Warum weiße Menschen so gerne gleich sind
Essay und Diskurs 19.01.2020 | 09:30 Uhr

"Aber wir sind doch alle gleich!" So reagieren vor allem weiße Menschen oft, wenn die Sprache auf Rassismus kommt. Sobald weiße Menschen und ihre Privilegien in der Gesellschaft benannt werden, sagt Autorin Alice Hasters, scheint ihnen Gleichsein plötzlich wichtig und Hautfarbe egal zu sein.

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