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SyrienAmnesty International dokumentiert Folter an Rückkehrern

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Geflüchtete und in ihre Heimat zurückgekehrte Syrer sind nach Angaben von Amnesty International inhaftiert und gefoltert worden.

Laut einem Bericht der Menschenrechtsorganisation begingen syrische Geheimdienstangehörige schwere Menschenrechtsverbrechen an 66 Rückkehrern, darunter 13 Kindern. Das betreffe sexualisierte Gewalt, andere Misshandlungen und 5 Todesfälle. In 17 Fällen sei der Verbleib der Personen nicht bekannt.

Amnesty erklärte weiter, jede Rückführung nach Syrien zum jetzigen Zeitpunkt verstoße gegen das völkerrechtliche Verbot einer Abschiebung von gefährdeten Personen. Ungeachtet der abnehmenden Kämpfe in Syrien dürften sich Aufnahmeländer ihrer Schutzpflicht nicht entziehen. Die Bundesregierung solle auf Länder wie die Türkei und den Libanon einwirken, damit Menschen aus Syrien weiter Zuflucht gewährt werde.

Diese Nachricht wurde am 07.09.2021 im Programm Deutschlandfunk gesendet.