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SyrienParlament erkennt Völkermord an Armeniern an

Armenier fliehen vor der türkischen Verfolgung (1915) (CPA Media/ Pictures From History / dpa)
Armenier fliehen vor der Verfolgung im Osmanischen Reich (1915) (CPA Media/ Pictures From History / dpa)

Das syrische Parlament hat die Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich während des Ersten Weltkriegs als Völkermord anerkannt.

Der Schritt erfolgt mitten in der militärischen Konfrontation mit der Türkei in der syrischen Region Idlib, auf die der Sprecher des Parlaments in Damaskus auch direkt Bezug nimmt. Ankara reagierte umgehend. In einer Stellungnahme aus dem türkischen Außenministerium heißt es, die Entscheidung des syrischen Parlaments sei der Inbegriff der Scheinheiligkeit eines Regimes, das in jeder Art von Gemetzel gegen seine eigene Bevölkerung geschwelgt und die Vertreibung von Millionen verursacht habe.

Im syrischen Bürgerkrieg sind die Regierung in Damaskus und die Türkei miteinander verfeindet. Nach tödlichem Beschuss auf türkische Stellungen in Idlib drohte Präsident Erdogan mit Angriffen, sollten die türkischen Soldaten erneut unter Beschuss geraten.

Eine Resolution zur Anerkennung des Völkermords an den Armeniern hat vor einigen Jahren auch der Deutsche Bundestag verabschiedet, ebenfalls begleitet von Kritik der türkischen Regierung.