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SyrienkriegUSA dementieren tödlichen Luftangriff auf Moschee

Mehrere Menschen treten aus einem halb-zerstörten Gebäude. Im Vordergrund ein Schild mit arabischer Schrift.  (AFP/Omar haj kadour)
Syrer vor der zerstörten Moschee in Al-Dschinnah in der Provinz Aleppo (AFP/Omar haj kadour)

Die Verantwortlichen für den tödlichen Luftangriff auf eine Moschee in Syrien sind weiterhin unbekannt. Nach US-Medienberichten hat die amerikanische Armeeführung zugegeben, in der Nähe einer Moschee ein Al-Kaida-Treffen angegriffen zu haben. Die Moschee sei aber nicht zerstört worden.

Die "New York Times" zitiert einen Sprecher der US-Armee mit den Worten: "Es gibt eine Moschee innerhalb von 50 Fuß (das sind etwa 15 Meter) von dem angegriffenen Gebäude, die immer noch steht." Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, die sich auf ein Netz von Aktivisten in Syrien stützt, berichtet, dass eine Moschee in Al Dschinnah angegriffen worden sei, das ist ein Dorf zwischen Idlib und Aleppo. Dabei seien mindestens 42 Menschen getötet worden, die meisten von ihnen seien Zivilisten.

Der US-Angriff fand nach Angaben des Pentagon in der Provinz Idlib statt. Ob es derselbe war, ist unklar. Die Angaben beider Seiten lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Die amerikanische Armee teilte mit, sie untersuche den Fall. 

Syrische Armee beschießt israelische Kampfjets

Weiter südlich hat sich in der vergangenen Nacht der schwerste militärische Zusammenstoß zwischen Israel und Syrien seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs vor sechs Jahren ereignet: Die Zeitung Ha'Aaretz berichtet, dass die israelische Luftwaffe Angriffe auf Ziele in Syrien geflogen hat. Die syrische Armee antwortete erstmals mit Raketen eines neu installlierten Abwehrsystems.

Nach Angaben der israelischen Armee wurden mehrere Geschosse auf die israelischen Kampfjets abgefeuert. Sie seien aber abgefangen worden oder hätten ihr Ziel verfehlt. Zivilisten seien zu keiner Zeit in Gefahr gewesen. Berichte des syrischen Militärs, wonach eines der israelischen Flugzeuge abgeschossen worden sei, seien falsch.

Die israelischen Angriffe richteten sich Medienberichten zufolge gegen Waffenlieferungen der libanesischen Hisbollah-Miliz, die in Syrien an der Seite von Präsident Assad kämpft. Syrien und Israel befinden sich seit dem Sechs-Tage-Krieg von 1967 noch immer offiziell im Kriegszustand.

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