Tag für Tag 

Zum 100. Geburtstag von Hans BlumenbergDer ganz andere Philosoph

Der Philosoph Hans Blumenberg (Peter Zollna / Suhrkamp Verlag)

Hans Blumenberg gilt als der "bekannteste Unbekannte" der Philosophie des 20. Jahrhunderts. Er sei schwer zu lesen, weil er "gründlich nachgedacht" habe, sagt der Schriftsteller Uwe Wolff. Dennoch könne Blumenberg "Geburtshelfer für das eigene Philosophieren" sein, so Wolff im Dlf.

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ShintoismusAuf dem Weg der Götter

Eine Frau geht durch eine Reihe Torii, Eingangstore eines Shinto-Schreins (imago stock&people / Mint Images)

Shinto ist die traditionelle Religion Japans. Doch in Deutschland muss man lange suchen, um Menschen zu finden, die sich am Shinto orientieren. Denn Japanerinnen und Japanern sei ihre Shinto-Prägung oft gar nicht bewusst, meint ein Shinto-Musiker aus Augsburg.

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EzidentumEine Religion ist angekommen

Ein Gebäude mit spitz zulaufendem, konischen Dach in der irakischen Steppe. (picture-alliance/imageBROKER/Michael Runkel)

In Deutschland leben bis zu 200.000 Ezidinnen und Eziden, besser bekannt als Jesiden. Die Religion war und ist im Nahen Osten oft Verfolgungen ausgesetzt. In Deutschland hat sie eine neue Heimat gefunden.

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Popkulturelle Einflüsse auf US-ChristenJesus und John Wayne

John Wayne in seiner klassischen Rolle in "McLintock – Ein liebenswertes Raubein", einem komödiantischen US-amerikanischen Western von Andrew V. McLaglen aus dem Jahre 1963.  (imago )

Donald Trump verkörpert ein bestimmtes Bild von Männlichkeit. Deshalb werde er von vielen weißen, evangelikalen Christen gewählt, so die Historikerin Kristin Kobes du Mez in ihrem neuen Buch "Jesus and John Wayne". Popkultur und Kirchen beeinflussen sich.

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JainismusDu sollst keine Tiere essen

Anlässlich des Festes Mahavir Jayanti, der Feier des Geburtstags von Mahavira, dem 24. und letzten Jina, führen ein Mädchen und ein Junge ein Ritual durch. (imago stock&people / Hindustan Times / Arijit Sen)

In Deutschland leben wohl weniger als 200 Menschen, die sich zum Jainismus bekennen. Dass sie sich aus religiösen Gründen rein vegetarisch ernähren, sorgt oft für Erstaunen, erzählt ein Jaina-Ehepaar aus Köln. Aber das Verständnis für ihre Religion wachse.

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BahaitumDie Religion der Einheit

Die Teilnehmer einer Andachtsversammlung der Bahai-Gemeinde in Mainz legen ihre Hände zum Bahai-Symbol zusammen. (imago stock&people / epd-bild / Andrea Enderlein)

In Deutschland leben zwar nur rund 6.000 Bahá’i, doch die Religionsgemeinschaft ist den großen Kirchen rechtlich weitgehend gleichgestellt. Ihre Mitglieder sind besonders stark im interreligiösen Dialog engagiert und streben die Einheit der Menschheit an.

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DaoismusViel mehr als Yin und Yang

Zwei Klangkugeln (Qigong) mit Yin-Yang-Motiven in einem Kästchen (dpa-Zentralbild / dpa - Report/ Hans Wiedl )

Der Daoismus ist eine der traditionellen Religionen Chinas. In Deutschland hat er nur wenige Anhänger, dabei ist der Daoismus durch Meditation und Kampfsport recht präsent. In einem kleinen niedersächsischen Dorf gibt es nun auch einen Dao-Tempel.

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Kardinal Reinhard Marx„Freiheit ist kein Selbstläufer“

Porträt von Erzbischof Reinhard Kardinal Marx (picture alliance / dpa / Friso Gentsch)

Kardinal Reinhard Marx sieht die offene Gesellschaft in Gefahr. Als Folge der Coronakrise könnten Ungleichheiten und Spannungen steigen, sagte der Erzbischof von München und Freising im Dlf. Dann könne auch der Populismus wieder erstarken, der im Augenblick eher schwächer sei.

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Anschlag auf die Synagoge von Halle"Kann ich hier in Ruhe weiterleben?"

Die durch Beschuss beschädigte Tür der Synagoge Halle. (dpa-Bildfunk / Jan Woitas)

Bald beginnt der Prozess gegen den mutmaßlichen Attentäter von Halle. Jüdinnen und Juden in Deutschland fühlen sich seit dem Anschlag noch unsicherer in Deutschland. Sie haben das Gefühl, dass sie selbst für ihre Sicherheit sorgen müssen.

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Sexualisierte Gewalt in der Evangelischen KircheAufgeschobene Aufklärung

Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig  (imago-images/ Heike Lyding)

Während die katholische Kirche gemeinsam mit dem Beauftragten der Bundesregierung, Johannes-Wilhelm Rörig, Standards zur Aufklärung der Missbrauchsfälle beschlossen hat, gibt es von der Evangelischen Kirche nur eine Absichtserklärung. Dabei hatte sie 2019 Aufarbeitungsstandards öffentlich angekündigt.

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Forderung von Ordensfrauen "Kein Zurück in die Kirche vor Corona"

Kirchenbesucher mit gefalteten Händen zwischen Kirchenbänken (picture alliance/dpa/Christoph Schmidt)

Zehn Ordensfrauen fordern öffentlich Reformen. Seit Wochen müssen sie ohne die tägliche Messe auskommen - und stellen fest, dass sie weder Eucharistie noch Priester vermissen. "Bitten nützt nichts, wir müssen schreien, wenn sich etwas ändern soll", sagte Susanne Schneider, eine der Autorinnen, im Dlf.

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Dalai LamaDie Macht des Lächelns

Dalai Lama im Interview (Deutschlandradio / Bernd Musch-Borowska)

Der Dalai Lama wird 85. Normalerweise wäre er auf Tournee und würde vor Tausenden sprechen. Doch in der Coronakrise lehrt auch das geistliche Oberhaupt der Tibeter auf digitalem Weg. Er ist präsent in den sozialen Medien und hat jetzt erstmals ein Musikalbum herausgebracht.

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Judentum in FrankreichEine Rabbinerin mischt sich ein

Die liberale Rabbinerin Delphine Horvilleur in ihrem Büro (Deutschlandradio / Suzanne Krause)

Auf Kongressen und Covern ist sie präsent: Delphine Horvilleur, eine von drei Rabbinerinnen in Frankreich, gilt als Leitfigur des liberalen Judentums. Ihr Buch über Antisemitismus wurde ein Bestseller, Feminismus liegt ihr am Herzen. Gleichberechtigung sei Humanismus, der alle betrifft, sagt sie.

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Philipp AmthorSpäte Taufe, schneller Aufstieg

Philipp Amthor spricht im Deutschen Bundestag. (imago/Christian Spicker)

Der CDU-Politiker setzte im Dezember 2019 ein Zeichen gegen den Trend: Er ließ sich katholisch taufen. Wenige Monate später wurde er in den Diözesanrat berufen, das höchste Laiengremium des Erzbistums Berlin. In einem Protestbrief erklären Gläubige, warum sie sich von Amthor nicht vertreten fühlen.

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Sibylle Lewitscharoff„Predigt-Sprache ist verkommen“

Die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff zu Gast im Studio von Deutschlandradio Kultur. (Deutschlandradio - Andreas Buron)

Die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff wirft den Kirchen vor, „lendenlahm“ zu predigen. „Als würde die Predigt in Lenor gewaschen", sagte Lewitscharoff im Dlf. Sie sprach von einer "Weichspülorgie“ und entschuldigte sich, weil sie damit verallgemeinere.

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US-Politiker auf Twitter Gottgezwitscher

3. Januar 2020: Pastor Paula White-Cain und US Präsident Donald J. Trump beten gemeinsam mit Trump-Anhängern bei einem Treffen der "Evangelicals for Trump Coalition" in Miami, Florida  (imago images / MPI04 / Media Punch)

US-amerikanische Politikerinnen und Politiker verbreiten auf Twitter häufig religiöse Botschaften. Mit dem Versuch, Wähler mit religiöser Sprache zu erreichen, stehen sie in einer langen Tradition. Eine Studie zeigt: Republikanische Männer twittern besonders häufig über Gott.

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Corona-PandemieErstkommunion verschoben - was tun?

Erstkommunion im Autokino (Iris Pukschitz)

Es ist ein Tag, auf den sich viele katholische Kinder freuen: die Erstkommunion. Gefeiert wird oft am ersten Sonntag nach Ostern, was dieses Jahr genau in die Zeit gefallen ist, in der wegen Corona das Leben weitgehend still stand. Und jetzt?

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Schwangerenkonfliktberatung in Corona-Zeiten Sensible Beratung im Videochat

Eine Frau betritt die Konfliktberatungsstelle "Donum vitae" in Düsseldorf. (dpa picture alliance/ Martin Gerten)

Vor einem Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland eine Beratung gesetzlich vorgeschrieben. In Corona-Zeiten geht das in manchen Bundesländern auch per Videochat. Manches funktioniert dabei am Bildschirm sogar besser als im persönlichen Gespräch.

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Psychologe Mansour über Islamdebatte„Die Mitte schweigt“

Psychologe und Autor Ahmad Mansour während der zentralen Einbürgerungsfeier im Abgeordnetenhaus in Berlin (Imago)

Der Psychologe Ahmad Mansour wirft der demokratischen Mitte in Deutschland vor, unbequeme Islamdebatten zu vermeiden. Das sei gefährlich für die Debattenkultur, sagte Mansour im Dlf. Jeder bleibe in seiner Blase und Debatten würden immer eindimensionaler.

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Rassismus in Deutschland"Ich wünsche mir viel mehr Normalität"

Nadine Mersch leitet die Stabsstelle Sozialpolitik und Öffentlichkeit beim Sozialdienst katholischer Frauen SKF. (SkF Gesamtverein/Nadine Malzkorn)

Nadine Mersch vom Sozialdienst katholischer Frauen SkF spricht eigentlich nicht über ihre Hautfarbe, weil sie nicht darauf reduziert werden will. Jetzt redet sie doch darüber. Denn: Rassismus, sagt sie, sei auch Teil eines Verteilungskampfes.

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PsychologieWas Rassismus mit Narzissmus zu tun hat

June 8, 2020, Los Angeles, California, U.S: Demonstrators take part in a procession to honor the life of George Floyd on Monday. Floyd died in police custody on Memorial Day in Minneapolis. Los Angeles U.S. - ZUMAc68 20200608zafc68008 Copyright: xRingoxChiux (imago images / ZUMA Wire)

Die US-amerikanische Psychologin Ramani Durvasula vergleicht das Verhältnis von weißer Mehrheit und schwarzer Minderheit in den USA mit dem "Gaslighting" in Paarbeziehungen. Wer zu Opfern von Diskriminierung "sei nicht so empfindlich" sage, verhalte sich narzisstisch statt zuzuhören, erklärte sie im Dlf.

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Themenschwerpunkt: "Dekolonisiert euch!"Die Grönland-Mission

Im grönländischen Tunulliarfik ehrt eine Statue den Entdecker Leif Eriksson - auf seiner Brust prangt ein Kreuz (imago stock&people / Cindy Miller Hopkins)

Im Jahr 999 bekam der Wikinger Leif Eriksson vom norwegischen König den Auftrag, das Gebiet im Atlantik zu christianisieren. Kirchen wurden gebaut und Klöster errichtet. Doch in der abgeschiedenen Region wurde der neue Glaube kaum praktiziert. Der Grund: fehlende Priester.

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BuddhismusBhante wird wieder zu Roland

Ein Mönch in Myanmar. (Deutschlandradio / Daniela Kurz)

Der bekannte deutsche Buddhist Bhante Nyanabodhi hat seine Robe niedergelegt, das heißt: Er ist kein Mönch mehr. Ein Grund für die Entscheidung: Er möchte nicht mehr zölibatär leben. Die Entrobung sei ein "bisschen wie Sterben", sagt ein anderer Ex-Mönch. Manchmal wird daraus eine entwürdigende Zeremonie.

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Kein Ende in SichtStreit um die Synagoge von Potsdam

24.04.2020, Brandenburg, Potsdam: An der Mauer eines Wohnhauses hängt ein Plakat mit der Aufschrift "Potsdam baut doch eine Synagoge". Das Grundstück gegenüber dem Filmmuseum war vom Land Brandenburg für den Bau der Neuen Synagoge zur Verfügung gestellt worden.  (Picture Alliance / dpa / Carsten Koall)

Eigentlich schien alles klar: Für die fünf jüdischen Gemeinden in der Landeshauptstadt Brandenburgs sollte ein neue Synagoge gebaut werden. Es gibt den Entwurf eines Architekten, die Finanzierung ist gesichert. Doch nun ist das Projekt gefährdet. Das Bauvorhaben sei zu wenig sakral, lautet die Kritik.

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Umgang mit rechten Strömungen"Die Kirchen müssen rote Linien ziehen"

Prof. Dr. Wolfgang Schroeder (WZB / David Ausserhofer)

Wie reagieren Kirchen auf rechtsextreme Strömungen? Das hat die Otto-Brenner Stiftung untersucht. Mitautor Wolfgang Schroeder sagte dazu im Dlf: Zwar gebe es eine religiöse Rechte in Deutschland, sie sei jedoch in den Kirchen randständig. Für den Umgang der Kirchen mit der AfD gebe es kein Patentrezept.

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Rassismus, Corona und die Bronx"Zwei Viren - ein Kampf"

Chivona Renée Newsome, Kongresskandidatin aus der Bronx, bei einer Protestveranstaltung von Black Lives Matter in New York. (Getty Images /  Pacific Press)

Das Coronavirus in den USA tötet viele Afroamerikaner. In New York ist die Bronx besonders stark von der Pandemie betroffen. Viele Kirchengemeinden hier haben Pastoren und Mitglieder verloren. Nun sind die "Black Churches" erneut gefragt angesichts von Polizeigewalt und Rassismus.

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Philosophie und Coronakrise"Gottvertrauen wird unter den Tisch gekehrt"

Dr. Olivia Mitscherlich-Schönherr (Hochschule für Philosophie München)

Die Philosophin Olivia Mitscherlich-Schönherr kritisiert eine "spirituelle Hilflosigkeit" der Kirchen in der Coronakrise. Der Versuch einer christlichen Deutung werde nicht unternommen, sagte sie im Dlf. Dabei könnten Kirchen jetzt ihre Stärke ausspielen, Unsicherheiten zu reflektieren und auszuhalten.

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VerschwörungsmythenDie Bewegung „QAnon“ wird zur Religion

US-Präsident am 18. April 2018 bei einer "Make America Great Again" Veranstaltung in Washington Township, Michigan, USA (dpa / newscom / Junfu Han)

Korrupte Eliten foltern unterirdisch Kinder, das Coronavirus ist eine Bio-Waffe und Donald Trump der Erlöser. Die Verschwörungserzählungen von "QAnon" bedienen alte Muster und Feindbilder. Vor allem weiße Trump-Fans fühlen sich angesprochen, doch die Digitalsekte wächst auch außerhalb der USA.

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Bewegung in den USA"Religiöse Linke" - stark im Protest gegen Trump

Reverend Donna Schaper von der Judson Memorial Church in New York spricht bei einer Protestkundgebung während der Black-Lives-Matter-Proteste im Februar 2016  (imago stock&people / ZUMA Press)

Im Gegensatz zur "Religiösen Rechten", die vornehmlich aus weißen Christen besteht, ist die "Religiöse Linke" in den USA sehr vielfältig, auch konfessionell. Sie engagiert sich für Minderheiten und gegen Polizeigewalt und hat unter der Präsidentschaft Donald Trumps enorm an Zulauf gewonnen.

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Religion und Corona"Wir leben unter dem virologischen Imperativ"

Der Historiker Michael Wolffsohn bei einer Lesung aus seinem Buch "Deutschjüdische Glückskinder" im Jüdischen Museum Berlin (imago stock&people / Uwe Steinert)

Der Historiker Michael Wolffsohn kritisiert eine Reduzierung auf den Kampf gegen Corona. "Eindimensionale Fixierung auf das, was virologisch richtig oder falsch ist, kann es nicht sein", sagte Wolffsohn im Dlf. Vielmehr müsse Religion sich mit Sinnfragen befassen, die sich aus der Krise ergäben.

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Frauen in der katholischen KircheMadame Soupa möchte Erzbischöfin werden

Die französische Theologin Anne Soupa (OLIVIER CHASSIGNOLE / AFP)

Anne Soupa bewirbt sich für die Nachfolge von Philippe Barbarin, Erzbischof von Lyon. In der katholischen Kirche dürfen Frauen weder zur Priesterin noch zu Bischöfin geweiht werden, aber die bekannte Theologin meint es ernst. Auch ohne Weihe müsse es möglich sein, ein Bistum zu leiten, sagt sie.

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Corona-DemonstrationenMeditation als Protestform

Teilnehmerinnen einer Demonstration der Corona-Kritiker meditieren vor dem Alten Rathaus in Göttingen (imago images / spfimages)

Bei den Demonstrationen gegen die Corona-Beschränkungen sieht man sie inzwischen in vielen deutschen Städten: Menschen, die öffentlich meditieren. Etwa "für das Grundgesetz" und "gegen Impfzwang", wie sie selbst sagen. Andere Meditationslehrende kritisieren diese Praxis.

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Bibel-Foto von US-Präsident Trump"Ein grotesker Auftritt"

Donald Trump posiert am 01. Juni 2020 mit einer Bibel vor der St. John's-Kirche in Washington DC. (Picture Alliance / Consolidated News Photos / Shawn Thew)

Donald Trump ließ sich mit der Bibel in der Hand vor einer Kirche fotografieren und drohte den Demonstrierenden. Das sei eine Botschaft an die evangelikale Wählerschaft, sagt der USA-Experte Michael Hochgeschwender. Trump inszeniere sich als Herr der Ordnung und Retter der Religionsfreiheit.

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Jüdisch-Christliches Verhältnis"Der schwarze Hintergrund, vor dem Christen sich profilierten"

Rabbiner Walter Homolka, Rektor des Abraham Geiger Kollegs, spricht am 01.12.2016 bei der Rabbinerordinationsfeier in der Synagoge der Liberalen Juüdischen Gemeinde in Hannover.  (picture alliance / dpa / Julian Stratenschulte)

Jesus war Jude - die christliche Theologie brauchte lange, um das anzuerkennen. Auch jüdische Gelehrte taten sich schwer mit dem Mann, in dessen Namen Christen missionierten und mordeten. Walter Homolka beschreibt in seinem neuen Buch die Heimholung Jesu - und kritisiert Joseph Ratzinger scharf.

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Komponist Arvo Pärt"Die Seele so lange läutern, bis sie singt"

Der estnische Komponist Arvo Pärt, Mai 2008 (picture-alliance/ dpa)

Spiritualität war ihm zeitlebens wichtig. Der estnische Komponist Arvo Pärt ist nicht nur musikalisch, sondern auch religiös auf der Suche. Interviews gibt der 81-Jährige nicht mehr. Er will seine Ruhe - und komponieren. Aber es ist viel zu entdecken zur Frage: Wie hält Arvo Pärt es mit der Religion?

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Wissenschaftliche UntersuchungWie sich Verschwörungstheorien und Esoterik überlappen

Deutschland, Baden-Württemberg, Stuttgart, 16.05.2020: 8. Mahnwache für das Grundgesetz. Mehrere Tausend Menschen demonstrieren in Stuttgart gegen Corona-Beschränkungen. Aufgerufen hatte die Initiative Querdenken711, die das Grundgesetz in Gefahr sieht (imago-images/Arnulf Hettrich)

Die Esoterik biete vielen Menschen Halt in Krisensituationen, sie befeuere aber auch den Glauben an Verschwörungen, sagte die Sozialpsychologin Pia Lamberty im Dlf. Auch empirisch gebe es eine Überlappung von Verschwörungsglauben und esoterischen Annahmen.

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Libertärer AntisemitismusHygienedemos verbreiten Mythos einer Neuen Weltordnung

16.05.2020, Frankfurt, Demonstration in der Frankfurter Innenstadt. Ungeimpft steht auf dem Aufkleber am Arm eines Mannes, der versucht hat, sich unter die Teilnehmer einer Demonstration zu mischen, die die Verschwörungstheorien über das Corona Virus ablehnt (imago-images / Hannelore Förster)

Unter die Proteste gegen die Corona-Beschränkungen mischen sich zunehmend auch Demonstranten mit Thesen, die mit antisemitischen Motiven durchsetzt sind. Sie heften sich gelbe Sterne mit der Aufschrift "nicht geimpft" an die Brust. Solche Aktionen sind nicht strafbar - gefährlich sind sie dennoch.

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Virtuelle GottesdienstePfingstwunder in der Minecraft-Kirche

Ein Screenshot vom Minecraft-Ostergottesdienst zeigt eine pixelige Kirche vor der untergehenden Sonne (Cansteinsche Bibelanstalt)

In Corona-Zeiten bergen religiöse Versammlungen gesundheitliche Risiken. Eine Ausnahme hiervon stellen die Minecraft-Gottesdienste der Cansteinschen Bibelanstalt dar: Hier können Gamer gemeinsam Geschichten aus der Bibel nachstellen oder sich in der selbstgebauten Kirche versammeln.

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Die Kirche in der Coronakrise"Ich habe eine wunderbare Heilige Anarchie gesehen"

In der Corona-Krise plädieren einige evangelische Theologen dafür, online Abendmahl zu feiern. (imago images/ epd / Jens Schulze)

An den Kirchen gibt es in der Corona-Krise heftige Kritik: Sie hätten versagt, seien mutlos und irrelevant. Der evangelische Theologe Thomas Hirsch-Hüffel hält dagegen. Er sei froh, "dass es der Kirche mal die Stimme verschlägt und sie nicht großkotzig herumredet, sondern neue Sachen ausprobiert".

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Ramadan am Nil in der CoronakriseHungern statt Fasten

(Deutschlandradio / Max-Marian Unger)

Die Menschen auf der kleinen ägyptischen Nilinsel Elephantine leben vom Tourismus. Doch weil der aufgrund der Coronakrise derzeit ausbleibt, heißt es in diesem Ramadan nicht Fasten und Freude, sondern Hunger und Leid. Und die Polizei macht Jagd auf Männer, die heimlich gemeinsam beten.

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Falsche Deutungen der Bibel"Manche Stellen muss man mit Warnhinweisen kennzeichnen"

Illustration eines Menschen, der in die leuchtenden Seiten einer geöffneten Bibel eintritt.  (imago/Ikon Images/Gary Waters)

Gott hat den Himmel geschaffen, die Juden haben Jesus getötet, Homosexualität erregt göttlichen Zorn - solche Deutungen der Bibel halten sich hartnäckig. Der Theologe Thomas Hieke erklärt in einem neuen Buch, wo die Bibel falsch verstanden wird. "Schlechte Traditionen muss man beenden", sagte er im Dlf.

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Folgen der CoronakriseWas in unserer Gesellschaft wirklich systemrelevant ist

Vortrag des Soziologen und Politikwissenschaftlers Hartmut Rosa, Direktor des Max-Weber-Kollegs, an der Bauhaus-Universität Weimar. (imago images / Thomas Müller)

Die Coronakrise sollte zum Anlass genommen werden, die Frage der Systemrelevanz neu zu stellen, sagte der Soziologe Hartmut Rosa im Dlf. Relevant sei nicht das Aufrechterhalten der Finanzmärkte, sondern ein gelingendes Leben. Der Kirche attestierte er in den aktuellen Debatten Mutlosigkeit.

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Einstellungen von Jugendlichen zum IslamNarrative der Angst

Lamya Kaddor, Islamwissenschaftlerin und Autorin, in der ARD-Talkshow "Hart aber Fair" am 19.06.2017 in Berlin. Das Thema der Sendung: "Wenn Terror Alltag wird - Ist Mutigsein jetzt Buergerpflicht?" (picture alliance / Eventpress)

Auch unter Jugendlichen ist ein negatives Islambild verbreitet, aber es sieht anders aus als das von Erwachsenen. Das sagt eine neue Studie im Auftrag der Mercator-Stiftung. Für viele Befragte stehe der Islam für die Unterdrückung der Frau, sagte Studienleiterin Lamya Kaddor im Dlf.

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Johannes Paul II. "Er glaubte, eine Mission zu haben"

Johannes Paul II. mit wehendem roten Umhang im päpstlichen Ornat. (picture alliance / KPA)

Vor 100 Jahren wurde Karol Wojtyla geboren, mit 58 wurde er der erste polnische Papst. Eine neue Biografie zeigt ihn als Kämpfer gegen NS-Ideologie und Kommunismus. Er habe sich als Werkzeug Gottes gefühlt, sagten die beiden Autoren Matthias Drobinski und Thomas Urban im Dlf.

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Glaube und Corona in den USANäher bei Gott in der Not

Professor Robert Franklin vor der theologischen Fakultät der Emory University in Atlanta, Georgia (Emory University / Kay Hinton)

Mehr als die Hälfte der afroamerikanischen Protestanten geben an, dass sich ihr Glaube seit Beginn der Coronakrise vertieft habe. Das hat historische und aktuelle Gründe: Schwarze in den USA sind überproportional von der Pandemie betroffen.

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Seelsorge und CoronaInnenstadt leer, Kirche auch

Sechs Menschen sind von hinten in Krichenbänken zu sehen. Sie sitzen versetzt, immer alleine in einer Bank und je eine Bank zwischen einander frei.  (dpa / picture alliance / Christoph Soeder)

Wochenlang waren bundesweit sämtliche Gottesdienste abgesagt, erst seit kurzem kommen Gläubige wieder zusammen. Allerdings ist vielerorts kaum etwas wie vor Corona. Etwa in früher belebten Innenstadt-Kirchen mit Angeboten für "spontane Laufkundschaft" in München. Was sagt das über die Zukunft?

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Verschwörungsmythen"Uralter Kampf Gut gegen Böse"

Judith Klaiber vor den Säulen der Wiener Universität (Universität Wien / Joseph Krpelan )

Die Theologin Judith Klaiber begründet den Erfolg von Verschwörungsmythen damit, dass "hoffnungsvolle Zukunftsperspektiven verloren" gegangen seien. Gegen die katholischen Bischöfe, die in einem Aufruf vor einer "Weltregierung" warnen, wünsche sie sich kirchliche Sanktionen, sagte Klaiber im Dlf.

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Vergessene SchutzpatroninHilft die Heilige Corona gegen Seuchen?

Die St. Corona-Kapelle im bayerischen Sauerlach-Arget: Eine schlichte, weiß verputzte Kapelle mit rotem Ziegeldach und einem kleinen Turm steht im Wald (Deutschlandradio / Burkhard Schäfers)

In der katholischen Kirche wird eine vergessene Schutzpatronin wiederentdeckt: die Heilige Corona. Die frühchristliche Märtyrerin soll als 16-Jährige der Christenverfolgung zum Opfer gefallen sein. Ihr Gedenktag ist am 14. Mai. Mancherorts wird sie auch zum Schutz vor Seuchen angerufen.

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Saudische Ramadan-Serie "Um Haroun" Frieden durchs Fernsehen?

(MBC)

Der Ramadan ist in der arabischen Welt die Zeit der TV-Serien. Dutzende Serien werden extra dafür produziert. Eine sorgt aktuell für besonderes Aufsehen: "Um Haroun" im saudischen Sender MBC. Das Außergewöhnliche: Die Heldin ist eine Jüdin. Ein Zeichen interreligiöser Entspannung?

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PsychologieUnsere Corona-Geschichte, unsere Corona-Scham

Dr. Ramani Durvasula ist Professorin für Psychologie an der Universität von Kalifornien und praktizierende Psychotherapeutin (privat)

Die New Yorker Psychologin Ramani Durvasola untersucht, woran wir während der Corona-Krise leiden. Manche schämen sich, dass es ihnen noch gut geht. Andere gehen über die Gefühle der anderen hinweg. Narzisstische Tendenzen seien in der US-Gesellschaft gerade jetzt unübersehbar.

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Solidarität und Individualismus in Corona-Krise"Wir brauchen ein Gemeinschaftsgefühl"

Professor Ulrich Körtner (Bild: Hans Hochstöger) (Hans Hochstöger)

Der evangelische Theologe Ulrich Körtner begrüßt die Debatten zum Umgang mit der Corona-Krise. Das ist "der Normalzustand in einer funktionierenden Demokratie", sagte der Wiener Ethiker im Dlf. Er rief dazu auf, sich solidarisch zu verhalten - auch im eigenen Interesse.

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Seelsorge in Altenheimen"Ich will eine anständige Beerdigung"

Seelsorgerin am Bett eines Bewohners in einem Altenheim am 27.01.2014. Altenheim Copyright: epd-bild/WernerxKrueper Chaplain at Bed a Occupant in a Old people\u0026#39;s home at 27 01 2014 Old people\u0026#39;s home Copyright epd Picture WernerxKrueper (imago stock&people)

Alte Menschen müssen in der Corona-Pandemie besonders geschützt werden. Wochenlang durften Angehörige sie nicht besuchen. Erst jetzt sind - teilweise unter strengen Auflagen - Besuche wieder möglich. Betroffen von diesen Beschränkungen sind auch Seelsorger.

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Jüdischer Comedian in Corona-ZeitenLachen im Lockdown

Porträt von Comedian und orthodoxem Juden, Ashley Blaker (Steve Ullathorne)

Ashley Blaker ist Comedian aus London und gläubiger Jude. Plötzlich sind seine sechs Schulkinder ständig zu Hause, die Synagoge hat geschlossen, Auftritte vor Publikum sind abgesagt. Keine einfache Situation für den 45-Jährigen. Aber warum klagen, wenn sich ebenso darüber scherzen lässt?

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