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StartseiteMarkt und MedienDie üblichen Verdächtigen21.03.2015

Talkshow-StudieDie üblichen Verdächtigen

Der Verdacht besteht spätestens, seit es an jedem Wochentag mindestens eine Polit-Talkshow im Fernsehen gibt: Diskutieren dort die immer gleichen falschen Leute zu den richtigen Themen - oder auch andersherum. Eine neue Studie nährt diese Vermutung nun mit Fakten.

Linda Rath-Wiggins im Gespräch mit Christoph Sterz

Moderator Günther Jauch (l-r), Wolfgang Bosbach, Vorsitzender des Bundestags-Innenausschusses (CDU), und Heinz Buschkowsky, Bezirksbürgermeister Berlin-Neukölln (SPD), aufgenommen am 28.09.2014 während der ARD-Talksendung "Günther Jauch" zum Thema: "Gewalt im Namen Allahs - wie denken unsere Muslime?" im Studio des Berlin Gasometer. (picture alliance / dpa / Karlheinz Schindler)
Moderator Günther Jauch (l-r), Wolfgang Bosbach, Vorsitzender des Bundestags-Innenausschusses (CDU), und Heinz Buschkowsky, Bezirksbürgermeister Berlin-Neukölln (SPD) im Studio des Gasometer in Berlin (picture alliance / dpa / Karlheinz Schindler)
Weiterführende Information

Fernsehkritiker - "Markus Lanz ist kein Journalist"
(Deutschlandfunk, Fritz Wolf im Gespräch, Markt und Medien, 25.01.2014)

Weniger Show, mehr Substanz
(Deutschlandfunk, Sven Wenzel im Gespräch, Markt und Medien, 12.01.2013)

Das datenjournalistische Projekt "Meinungsmaschine" hat die Gästelisten von vier Polit-Talkshows ausgewertet; es geht um die Gäste seit Anfang 2014.

Linda Rath-Wiggins von den Meinungsmaschine-Machern erklärte im DLF, was sie bei der Recherche am meisten überrascht hat. Dabei sei nicht nur die Frauenquote und die Vertretung verschiedener Parteien spannend. Vor allem über die vertretenen Altersgruppen ließe sich diskutieren, sagt die Datenforscherin, denn die Gruppe der unter 30-Jährigen sei in den Sendungen kaum vertreten.

Zu den häufigsten Talkshow-Gästen gehören übrigens Wolfgang Bosbach und Norbert Rötgen (beide von der CDU).

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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