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StartseiteAtelier neuer MusikFaszination und Fluch06.10.2018

Tankred Dorsts "Merlin"Faszination und Fluch

Gescheiterte Utopien und zerstörerische Liebesbeziehungen prägen Tankred Dorsts vielschichtiges Monumentaldrama "Merlin" von 1980. Der Stoff beschäftigte den Komponisten Manfred Trojahn über längere Zeit und reizte diesen zu unterschiedlichen Vertonungen.

Von Klaus Gehrke

Dirigent John Fiore und Komponist Manfred Trojahn bei Proben zur UA des Prologs zur Oper „Merlin" (Susanne Diesner)
Dirigent John Fiore und Komponist Manfred Trojahn bei Proben in der Tonhalle Düsseldorf (Susanne Diesner)

Zwischen 1978 und 1980 verfasst, wurde Tankred Dorsts an der Artus-Sage angelehntes Werk im Oktober 1981 am Düsseldorfer Schauspielhaus uraufgeführt – oder besser gesagt, Ausschnitte daraus. Denn der Schriftsteller selbst bezeichnete das rund 15 Stunden dauernde Stück als unaufführbar.

Unkomponierbar als Oper?

Dennoch reizte den Komponisten Manfred Trojahn (*1949) eine Auseinandersetzung mit dem Monumentaldrama. Zusammen mit Dorst plante er eine Oper über "Merlin"; allerdings kam das Projekt nicht über den Prolog des Werkes hinaus, der im September 2006 in Düsseldorf konzertant uraufgeführt wurde.

Trojahns Beschäftigung mit Dorsts "Merlin" beeinflusste jedoch andere Kompositionen, beispielsweise die Sinfonie Nr. 4. Klaus Gehrke sprach mit Manfred Trojahn über Faszination und Fluch seiner Auseinandersetzung mit "Merlin".

Diese Sendung finden Sie nach Ausstrahlung sieben Tage lang in unserer Mediathek.

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