Dienstag, 29. November 2022

Argentinien
Tausende Menschen erinnern in Buenos Aires an Vorsitzende der "Mütter der Plaza de Mayo"

In Argentinien haben Tausende Menschen der langjährigen Vorsitzenden der Vereinigung "Mütter der Plaza de Mayo" die letzte Ehre erwiesen.

25.11.2022

    Ein Blick auf die Plaza de Mayo, auf der an einem Zaun Fotos und Banner hängen, die an die verstorbene Aktivistin Hebe de Bonafi erinnern.
    Tausende Argentinier gedachten der Vorsitzenden der "Mütter der Plaza de Mayo" Hebe de Bonafini. (AFP / LUIS ROBAYO)
    Sie versammelten sich in Buenos Aires, um der verstorbenen Menschenrechtsaktivistin Hebe de Bonafini zu gedenken. Bonafini war am Sonntag im Alter von 93 Jahren gestorben. Ihre Asche wurde nun von ihren Mitstreiterinnen auf einer Grünfläche am Fuße eines Obelisken auf der Plaza de Mayo verstreut.
    Die "Madres de Plaza de Mayo" waren während der argentinischen Militärdiktatur entstanden. Die Frauen kämpfen teils bis heute dafür, das Schicksal ihrer verschwunden Kinder und anderer Familienangehöriger aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Bonafini hatte während der siebenjährigen Militärdiktatur zwei ihrer Kinder und eine Schwiegertochter verloren. Von 1976 bis 1983 wurden tausende Oppositionelle verhaftet, gefoltert und getötet. Viele verschwanden spurlos.
    Diese Nachricht wurde am 25.11.2022 im Programm Deutschlandfunk gesendet.