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StartseiteSpielweisenVernünftige Köpfe diskutieren08.05.2019

Telemanns TafelmusikVernünftige Köpfe diskutieren

Aufgeklärter Dialog der Instrumente und Merkmale des galanten Stils kommen in Georg Philipp Telemanns Tafelmusik zusammen, auch im A-Dur-Konzert für Flöte, Violine, Cello und Streicher. Das Ensemble La Stagione Frankfurt zeigt im "Wortspiel" die hohe Kunst des Hamburger Musikdirektors.

Am Mikrofon: Christoph Schmitz

Musiker des Orchesters "La Stagione Frankfurt" hören im Studio eine ihrer Aufnahmen ab (Patricia Truchsess)
Arbeitet derzeit an einer Gesamtaufnahme der Bläserkonzerte von Georg Philipp Telemann: Das Orchester La Stagione Frankfurt (Patricia Truchsess)

Die 18 Tafelmusiken von Georg Philipp Telemann gehören nach wie vor zu seinen berühmtesten Werken. Und sie waren schon damals, auch finanziell, ein europäischer Riesenerfolg, als Telemann sie 1733 veröffentliche. Er hatte über 200 wohlhabende Subskribenten gewonnen, die im Voraus die horrende Summe von je acht Reichstalern für die Kupferstichsammlung aufzubringen bereit waren. Adelige, reiche Bürger und Komponisten wie der berühmte Georg Friedrich Händel in London oder Johann Joachim Quantz in Dresden waren u.a. dabei.

Von heiterer Gelassenheit zur hitzigen Diskussion

In drei "Produktionen" à sechs Werke ist die Sammlung untergliedert, streng nach Besetzung und Form aufgebaut. In der ersten "Produktion" findet sich auch das Concerto in A-Dur, TWV 53:A2 für Flöte, Violine, Cello, Streicher und Continuo. Im arkadischem Frieden und mit heiterer Gelassenheit beginnt das Konzert, in einer Fülle von Motiven dialogisieren die Solostimmen später miteinander, ganz einem Gespräch aufgeklärter Köpfe gemäß: Was gilt, ist der Austausch von Argumenten. Was aber auch in einen stürmischen Streit ausbrechen kann. Dies und mehr zeigen die Musiker des Ensembles La Stagione Frankfurt unter der Leitung des Blockflötisten Michael Schneider im Gespräch und an vielen Musikbeispielen. In der zweiten Sendungshälfte spielen sie zwei Sätze des Konzerts am Stück.

Die Aufnahme entstand im Rahmen einer CD-Produktion mit dem Label cpo im Deutschlandfunk Kammermusiksaal in Köln.

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