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Terror in HalleSteinmeier spricht von Tag der Scham und Schande

Sachsen-Anhalt, Halle: Maram Stern (l-r), Jüdischer Weltkongress, Holger Stahlknecht, Innenminister von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Elke Büdenbender und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, besuchen den Tatort an der Synagoge. (dpa / Jan Woitas / dpa-Bildfunk )
Bundespräsident Steinmeier in Halle. (dpa / Jan Woitas / dpa-Bildfunk )

Bundespräsident Steinmeier hat nach dem Terroranschlag mit zwei Toten in Halle an der Saale den gestrigen Tag als "Tag der Scham und der Schande" bezeichnet.

Bei einem Besuch an der Synagoge sagte er, wer jetzt noch einen Funken Verständnis für Rechtsextremismus zeige, der mache sich mitschuldig. Laut Bundesinnenminister Seehofer sollen Sicherheitsbehörden mehr Personal im Kampf gegen Rechts bekommen. Auch soll der Hass im Internet strenger verfolgt werden. Am Abend gedachten mehr als 900 Menschen in und vor der Paulskirche in Halle der Opfer. Im Anschluss zogen sie zu der Synagoge, in die der mutmaßliche Täter eindringen wollte.

Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass der Angreifer ein "Massaker" anrichten wollte. Generalbundesanwalt Frank teilte mit, unter anderem seien vier Kilogramm Sprengstoff im Auto des Verdächtigen gefunden worden. Zudem habe der Mann durch eine Liveübertragung seiner Tat weltweite Wirkung erzeugen und andere zu ähnlichen Taten anstiften wollen. Ihm werden unter anderem Mord in zwei Fällen sowie versuchter Mord in neun Fällen vorgeworfen. Gegen den Mann wurde inzwischen Haftbefehl erlassen.