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TheaterRassismusvorwürfe am Staatsballett Berlin

Im Vordergrund tanzen eine Ballerina und ein Tänzer, im Hintergrund sieben Tänzerinnen den "Schwanensee". (Soeren Stache/dpa/lbn )
"Schwanensee" an der Deutschen Oper (Soeren Stache/dpa/lbn )

Die schwarze Tänzerin Chloé Lopes Gomes wirft einer Tanzleiterin am Staatsballett Berlin Rassismus vor.

Sie habe rassistische Kommentare zu hören bekommen und sei aufgefordert worden, sich für Aufführungen von "Schwanensee" weiß zu schminken, sagte Lopes Gomes dem "Spiegel". Damals hatten Johannes Öhman und Sasha Waltz die Direktion, die inzwischen beendet ist. Gegenmaßnahmen wurden nach Angaben der Tänzerin nicht ergriffen.

Interims-Intendantin Christiane Theobald sagte der "Süddeutschen Zeitung", sie empfinde das Geschehene als schockierend. Die Französin Chloé Lopes Gomes ist seit 2018 am Staatsballett Berlin. Sie war die erste schwarze Ballerina in der Compagnie, im kommenden Jahr endet ihr Vertrag.

Die Tanzkritikerin Weickmann sieht in den Vorfällen am Staatsballett Berlin keinen Einzelfall. Viele Compagnien hätten ein Diskriminierungsproblem, sagte sie im
im Deutschlandfunk Kultur.

Diese Nachricht wurde am 21.11.2020 im Programm Deutschlandfunk Kultur gesendet.