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StartseiteNachrichten vertieftBriten stimmen für Ausstieg aus der EU24.06.2016

+++ Ticker zum Brexit-Referendum +++Briten stimmen für Ausstieg aus der EU

Großbritannien hat entschieden: Eine knappe Mehrheit der stimmberechtigten Bevölkerung votierte bei dem historischen Referendum für einen Ausstieg aus der Europäischen Union - der Vorsprung des Brexit-Lagers ist nicht mehr einholbar.

Unterstützer der Leave.eu Kampagne  (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)
Unterstützer der Leave.eu Kampagne: Bald können sie wohl auf ihren Sieg anstoßen (picture alliance / dpa / Michael Kappeler)
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+++ 8:29 +++  Eine Mehrheit der Briten ist für einen Austritt ihres Landes aus der Europäischen Union. Dies gaben die Behörden nach Auszählung aller Stimmen bekannt.

+++ 7:02 +++ Das Vereinigte Königreich tritt aus der Europäischen Union aus. Der Vorsprung des Brexit-Lagers sei uneinholbar, berichtete die BBC. 

+++ 6:19 +++ Vizekanzler und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel spricht bei Twitter von einem "schlechten Tag für Europa".

+++ 6:16 +++  Der Vorsprung der Brexit-Befürworter wächst auf mehr als eine Million Stimmen an. Weniger als 40 der 382 Wahlbezirke müssen noch ausgezählt werden.

+++ 05:57 +++ In Nordirland kündigt die Sinn Fein-Partei an, sie wolle nun die Anstrengungen für eine Vereinigung mit dem benachbarten Irland intensivieren. Schottland sieht sich nach den Worten von Regierungschefin Nicola Sturgeon seine Zukunft als Teil der EU.

+++ 05.40 +++ BBC sagt Entscheidung für Brexit voraus. Auch ITV und Sky-News erwarten dieses Ergebnis.

+++ 05:38 +++ Großbritannien ist gespalten: Die Schotten im Norden der Insel haben mit sehr großer Mehrheit für den Verbleib in der Europäischen Union gestimmt, die Wähler in England und Wales haben sich in den meisten Regionen klar für den Brexit entschieden.

+++ 05.10 +++ Das Pfund bricht angesichts des drohenden Sieges der Brexit-Befürworter um neun Prozent ein - auf den tiefsten Stand seit drei Jahrzehnten. Es kostet jetzt 1,3466 Dollar. 

+++ 5.05 +++ Der Chef der rechtspopulistischen Partei Ukip, Nigel Farage, gibt sich wieder siegessicher: Der 23. Juni wird als Britischer Unabhängigkeitstag in die Geschichte eingehen, sagt er. 

+++ 4.55 +++ Zwischenstand: Mit 51,3 Prozent gegenüber 48,7 Prozent liegen die Brexit-Befürworter vorn. Anders ausgedrückt: Sie haben schon rund neun Millionen Stimmen beisammen, für den Sieg brauchen sie 16,8 Millionen.

+++ 4.45 +++ Wie erwartet gewinnen die EU-Anhänger klar in Edinburgh und in London.

Brexit-Gegner schauen auf einer Wahlparty in London extrem besorgt (AFP/ POOL / Rob Stothard)Brexit-Gegner auf einer Wahlparty in der Londoner Royal Festival Hall (AFP/ POOL / Rob Stothard)

+++ 04:10 +++ Gut zehn Millionen Stimmen sind ausgezählt. Das "Leave"-Lager konnte bisher rund 5,08 Millionen auf sich vereinen, das "Remain"-Lager kommt auf rund 4,95 Millionen.

+++ 04:05 +++ In Westminster stimmen laut BBC 69 Prozent für den Verbleib.

+++ 04:03 +++ Inzwischen haben sich auch die Vorhersagen der Buchmacher wieder. Der Wettanbieter Betfair beziffert die Wahrscheinlichkeit eines Brexits nur noch mit 44 Prozent. 

+++ 03:53 +++ Liverpool ist für die EU-Mitgliedschaft.

+++ 03:35 +++ Neuer Zwischenstand: 70 von 382 Bezirken sind ausgezählt, das "Remain"-Lager liegt mit rund 2,54 Millionen Stimmen vorn. Das "Leave"-Lager kommt auf rund 2,48 Millionen.

+++ 03:28 +++ Londoner Stadtteil Wandsworth stimmt mit 118,463 zu 39,421 Stimmen für den EU-Verbleib. Die Brexit-Gegner liegen jetzt wieder knapp vorn.

+++ 03:25 +++ Der Chef der rechtspopulistischen UKIP-Partei, Nigel Farage, ist begeistert: "Angesichts dieser Riesen-Beteiligung möchte ich allen danken, die an der größten demokratischen Übung meines Lebens teilgenommen haben."

+++ 03:22 +++ Die schottische Stadt Glasgow spricht sich deutlich für den EU-Verbleib aus.

+++ 03:12 +++ Der Wettanbieter Betfair beziffert die Wahrscheinlichkeit für einen Brexit auf 63 Prozent. In den Tagen vor dem Referendum waren die Buchmacher davon ausgegangen, dass Großbritannien in der EU bleiben wird.

+++ 03:11 +++ Pfund stürzt binnen weniger Minuten weiter ab auf 1,4050 US-Dollar.

+++ 3.10 +++ Jetzt mal ein Zwischenstand: Es sind laut BBC bis jetzt 40 Bezirke ausgezählt. Die Brexit-Befürworter kommen demnach auf rund 1,38 Millionen Stimmen, die EU-Freunde auf 1,25 Millionen. Aber die Zahlen aus 342 Wahlbezirken kommen erst noch. Der frühere Labour-Chef Ed Milliband sagt dazu im Sender Sky News: "Ich denke, das wird eine lange Nacht."

Drei Helfer in Glasgow leeren eine Urne mit Wahlzetteln. (AFP / Robert Perry)In den 382 Wahlbezirken werden die Stimmen des EU-Referendums ausgezählt, hier in Glasgow (AFP / Robert Perry)

+++ 02:51 +++ Die unerwartet guten Ergebnisse für die Brexit-Befürworter schlagen sich an den Aktienmärkten nieder. Nachdem das Pfund zunächst deutlich gewonnen hatte, fiel die Währung zwischenzeitlich bis auf 1,4300 Dollar und notierte zuletzt mit 1,4527 Dollar mehr als zwei Prozent im Minus. Der Euro fiel um gut einen US-Cent auf 1,1291 Dollar.

+++ 02.49 +++ Auch Hartlepool im Norden Englands ist für den Ausstieg: Fast 70 Prozent sind laut BBC für den Brexit.

+++ 02:22 +++ Über den Ticker kommen regelmäßig neue Ergebnisse. Die jüngsten: South Tyneside ist für den EU-Ausstieg, die Shetlands für den Verbleib in der Europäischen Union.

+++ 02:07 +++ Erste Reaktionen aus Deutschland. Grünen-Chef Cem Özdemir twittert: "Erleichterung, wenn es so kommt. Mission "Vereinen" bleibt. Auf Insel & auf Kontinent." Der SPD-Bundesvorstand retweetet die Parteikollegen aus Brüssel: "Auf uns wartet eine lange Nacht. Gleich beginnt am Londenplein/Place Londre in Brüssel die #EUref-Party. Wir setzen auf #BetterIn!"

+++ 01:56 +++ Eine halbe Million Stimmen sind ausgezählt, Brexit-Gegner führen leicht mit 50,6 zu 49,4 Prozent. Daran kann sich aber noch viel ändern. 

+++ 01.53 +++ Die Wahlbeteiligung liegt der Nachrichtenagentur Press Association (PA) zufolge bei 71,7 Prozent. PA beruft sich auf Zahlen aus 104 der insgesamt 382 Wahlkreise.

+++ 01:17 +++ Die Stadt Sunderland stimmt klar für den Brexit: Mit 82,394 zu 51,930 Stimmen. Damit liegen die Brexit-Befürworter jetzt leicht vorne.

+++ 01:04 +++ Auch die Orkney-Inseln stimmen für den Verbleib Großbritanniens in der EU.

+++ 01:00 +++ Weiteres Ergebnis, diesmal aus Newcastle: Die Brexit-Gegner haben auch hier gewonnen, allerdings nur knapp: 65,404 Wähler stimmten für den Verbleib, 63,598 für den Austritt aus der EU.

+++ 00:54 +++ Der frühere britische Nationalspieler Gary Lineker meldet sich zu Wort: "Egal, wie es ausgeht, Farage wird immer in Arschloch bleiben."

+++ 0.50 +++ Die Umfragen, die die EU-Befürworter vorne sehen, bleiben auch an der Börse nicht ohne Wirkung: Das britische Pfund erreicht den Rekordstand von 1,5001 Dollar.

+++ 0.35 +++ Das erste Ergebnis: Gibraltar stimmt gegen den Brexit - mit 9.322 gegen 823 Stimmen. Das sind rund 95 Prozent Pro-EU-Stimmen. Es ist der erste von 382 Wahlbezirken.

+++ 0.30 +++ Verwirrung um Ukip-Chef Farage. Brexit-Befürworter erklären, wenn Farage das Remain-Lager vorne sehe, wisse er auch nicht mehr als jeder andere. Der Politiker erklärt seinerseits, er habe Informationen von Vertrauten aus der Finanzbranche erhalten, die eigene Umfragen durchführten.

+++ 0.20 +++ Erste Stimmen aus Europa: Ungarns Regierungschef Viktor Orban verlangt von der EU unabhängig vom Ausgang des Referendums einen "tiefgreifenden Wandel im Selbstverständnis". EU-Kommissar Günther Oettinger meint, erfolgreich könne die EU nur sein, wenn notwendige Schritte in der Außen- und Sicherheitspolitik "zwischen London, Brüssel und Berlin" abgestimmt würden.

+++ Freitag, 0.17 +++ Boris Johnson, Wortführer des Brexit-Lagers, bedankt sich bei Wählern und Unterstützern. "Wir erwarten nun das Urteil des Volkes. Dank an alle, die beteiligt waren, und an alle, die gewählt haben", twitterte der ehemalige Londoner Bürgermeister.

+++ 23.55 +++ 84 konservative Abgeordnete, die sich für den Brexit ausgesprochen haben, stehen dennoch zu Premierminister David Cameron. Er solle in jedem Fall weiterhin Premier bleiben, wie auch immer das Referendum ausfalle, heißt es in dem Brief. Zu den Unterzeichnern gehört auch Boris Johnson, Camerons ärgster Gegenspieler im Wahlkampf.

+++ 23.39 +++ Eine weitere Umfrage, diesmal vom Institut "Ispos MORI" sieht das Remain-Lager bei 54 Prozent und das Leave-Lager bei 46 Prozent. Die Erhebung wurde Mittwoch und Donnerstag durchgeführt. Die Ergebnisse durften aber nicht früher veröffentlicht werden.

+++ 23.30 +++ Premierminister David Cameron bedankt sich bei allen Pro-EU-Wählern. "Dank an Alle, die dafür gestimmt haben, dass Großbritannien stärker, sicherer und besser in Europa bleibt", twitterte er.

+++ 23.25 +++ Der Chef der EU-kritischen Partei Ukip, Nigel Farage, geht von einer Mehrheit gegen den Brexit aus. Es sehe so aus, als habe sich das "Remain"-Lager knapp durchgesetzt, sagte er dem Sender Sky News.

+++ 23.20 +++ Eine Umfrage - wohlgemerkt: keine Nachwahlbefragung - sieht die EU-Befürworter vorn. Am Wahltag hätten sich 52 Prozent der befragten Briten gegen einen EU-Austritt ausgesprochen und 48 Prozent für den Brexit, teilte das Institut YouGov mit.

+++ Donnerstag, 23.00 +++ Die Entscheidung über einen Brexit ist gefallen. In diesem Moment schließen die Wahllokale. Eine Nachwahlbefragung, wie sie bei Parlamentswahlen üblich ist, gibt es bei dieser Volksbefragung nicht. Die Auszählung der rund 380 Wahlbezirke wird die ganze Nacht dauern. Erste offizielle Ergebnisse werden für den frühen Morgen erwartet. Gegen sieben oder acht Uhr dürfte dann ein vorläufiges Endergebnis vorliegen.

(adi,jasi)



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